Kita-Erzieher
Tarifverhandlungen scheitern in vierter Runde

Warnstreiks sorgen in Norddeutschland vielerorts für geschlossene Kindertagesstätten. Die Tarifverhandlungen stocken. Die Gewerkschaft Verdi droht mit Urabstimmung und unbefristetem Streik.
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HannoverIm Tarifstreit um bessere Bezahlung für Kita-Mitarbeiter ist auch die vierte Verhandlungsrunde in Hannover ohne Ergebnis geblieben. Die Gespräche sollen nach Angaben der Gewerkschaften GEW und Verdi am 20./21. April in Offenbach fortgesetzt werden. Am Donnerstag demonstrierten knapp 10 000 Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten ganz Norddeutschlands in Hannover für die Aufwertung und Höhergruppierung in ihren pädagogischen Berufen.

In zahlreichen Städten und Gemeinden Niedersachsens, Hamburgs, Schleswig-Holsteins, Sachsens und Sachsen-Anhalts waren die Kitas durch Arbeitsniederlegung lahmgelegt. Allein in der niedersächsischen Landeshauptstadt blieben alle 40 städtischen Kitas geschlossen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Auf der zentralen Kundgebung wurden die ungenügenden Bedingungen des Berufsstands angeprangert. Die Anforderungen an die Beschäftigten in Kindertagesstätten, in der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe oder im allgemeinen Sozialdienst seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, sagte Achim Meerkamp vom Verdi-Bundesvorstand.

Die Gewerkschaft fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, was den Beschäftigten Gehaltssteigerungen von im Schnitt zehn Prozent bringen würde. Es könne nicht sein, dass wegen der hohen Teilzeitquote Erzieherinnen gezwungen sind, einen Zweitjob anzunehmen, um ihre Familie zu ernähren, kritisierte Verdi.

Die Arbeitgeber halten die Forderungen für nicht bezahlbar. Für den Fall, dass auch die neue Verhandlungsrunde ergebnislos bleibt, hat Verdi mit Urabstimmung und unbefristetem Streik gedroht. Seit Ostern gab es bundesweit immer wieder Warnstreiks.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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