Kita-Streik
Arbeitgeber dringen auf neue Verhandlungen

Seit fast drei Wochen streiken Erzieher deutschlandweit für mehr Lohn und Anerkennung. Nun haben die Arbeitgeber ein Angebot unterbreitet – und schon für kommende Woche zu Verhandlungen eingeladen.
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Frankfurt/MainZehntausende streikende Erzieher und Sozialarbeiter sind am Donnerstag in Frankfurt und Hamburg auf die Straße gegangen. Der Arbeitskampf werde fortgesetzt, „bis ein akzeptables Angebot vorliegt“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Donnerstag vor rund 15 000 Teilnehmern in Frankfurt.

Aus Sicht der Arbeitgeber liegt das vor: Die bisherigen Vorschläge zu höheren Eingruppierungen seien von der Mitgliederversammlung zu einem formalen Angebot erhoben worden, sagte Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Das hieße bis zu 443 Euro mehr für Erzieher mit besonderen Aufgaben und bis zu 448 Euro mehr für Leiter von Kitas. Die VKA habe die Gewerkschaften für den kommenden Dienstag zu Verhandlungen nach Frankfurt eingeladen.

„Aus unserer Sicht kommt es nicht darauf an, ob das VKA-Papier ein Vorschlag oder ein formales Angebot ist. Wir wollen ernsthafte Verhandlungen führen“, sagte Böhle. Die Gewerkschaften hätten sich bisher verweigert, damit müsse Schluss sein. „Einfach nur streiken reicht nicht.“ Eine lineare Erhöhung der Gehälter, gar um zehn Prozent, werde es mit der VKA aber nicht geben, zumal es diesmal keine klassische Lohnrunde sei. Von den angebotenen Verbesserungen würde nach Böhles Worten rund die Hälfte der Erzieher profitieren.

Bsirske verwies auf die gestiegenen Anforderungen in sozialen Berufen. Das Entgelt müsse entsprechend steigen, sagte er. Bei den Kundgebungen in Frankfurt und Hamburg demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 30.000 Menschen. Insgesamt hätten sich am Donnerstag rund 50.000 Erzieher und Sozialarbeiter an den Arbeitsniederlegungen beteiligt.

Die Erzieherinnen an kommunalen Kitas streiken bereits seit dem 8. Mai. Dazu hat neben Verdi und der GEW auch der Deutsche Beamtenbund dbb aufgerufen. Sie fordern eine höhere Eingruppierung der rund 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter, die laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @ Wolfgang Trantow,
    "Wann haben die Erzieher die letzte Erhöhung in Höhe der Diäten erhalten?"
    Diese Steigerung hat nicht ein einziger Pflichtversicherter erhalten.
    Im übrigen ist lt. Tarifvertrag öffentlicher Dienst das Einstiegsgehalt ab März 2015 mit S6/2 = 2.589,68 € (~A-7/2) bis S6/6 = 3.289,06 € beziffert.
    Für eine Leitungsfunktion beginnt der Tarif bei S10/2 (~A-8/9) bis Endstufe Mittlerer Dienst).
    Was ist denn mit der Wertschätzung einer "Nurhausfrau" als Managerin oder deren Einkommen, das nahezu von keinem Eizeleinkommen bezahlt werden könnte?
    Auch wer einen Blick über den Tellerrand zum Handwerksmeister mit seinen drei Gesellen wirft, kann einen Unterscheid feststellen zum einem Handwerker in Großbetrieb. Wo bleibe in diesen Fällen die "Wertschätzung" oder das "leistungsgerechte" Einkommen?
    Was fehlt ist eine Diskussion über Verhältnismäßigkeit!!!

  • Wir haben gnug Geld. Die Steuereinnahmen explodieren. Hr. Gauck tönt für alle Weltbürger: Wir sind reich, kommt zu uns. wir übernehmen alle Kosten. Für Mörder (Islamgläubige = Tötet Andersgläubige) und Syrer (Wer überfiel den Libanon und tötete Tausende?) steht Geld bereit. Warum zahlen wir den Erzieher nicht das Gleiche, wie unsere Politiker es sich laufend nehmen. Wann haben die Erzieher die letzte Erhöhung in Höhe der Diäten erhalten?

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