Klage gegen falsche Berichte: Fischer bestätigt Professur-Angebot aus den USA

Klage gegen falsche Berichte
Fischer bestätigt Professur-Angebot aus den USA

„Professor Joschka“ zeigt sich wenig amüsiert: Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hat einen Zeitungsbericht über seinen Umzug in die USA dementiert und rechtliche Schritte gegen die "Bild" angekündigt. Der Bericht über ein Lehrangebot der Elite-Universität Harvard sei falsch. Vielmehr locke ihn die Konkurrenz.

HB BERLIN. "Es ist definitiv falsch, dass ich auswandern werde", sagte Fischer dem Handelsblatt. "Mein Hauptwohnsitz ist und bleibt Berlin." Es stimme auch nicht, dass er eine Professur in Harvard bei Boston angenommen habe. "Richtig ist, dass mir ein Angebot der Universität Princeton vorliegt, über das ich aber noch nicht entschieden habe." Er wolle sich mit rechtlichen Schritten dagegen wehren, dass Falschmeldungen über ihn in die Welt gesetzt würden.

Auch eine Aufgabe seines Bundestagsmandat stehe nicht an. „Ich bin Abgeordneter“, verkündete Fischer. Er verteidigte auch die Auszeit von seinen Abgeordnetenpflichten, die er zu Anfang der Legislaturperiode genommen hatte: „Ich schwänze nicht. Ich hatte Anspruch, nach sieben Jahren ein paar Überstunden abzufeiern.“

„Bild“ hatte berichtet, der Ex-Außenminister wolle künftig an der amerikanischen Elite- Universität Harvard als Gast-Professor internationale Außenpolitik lehren. Daraufhin witzelten Weggefährten Fischers aus früheren Sponti-Tagen. „Früher sind wir in die Uni Frankfurt gezogen und haben gegen die Professoren protestiert: „Unter den Talaren Muff aus tausend Jahren!' Und jetzt wird Joschka Professor... “

Auch andere Medien hatten das Thema aufgegriffen: "Professor Joschka Fischer setzte dem amerikanischen Traum noch eins drauf", hieß es in der Berliner "taz". "Vom zum Straßenkämpfer zum Außenminister zum Professor ohne Abi an einer der berühmtesten Unis der Welt." Andere konnten der neuen Karriere Fischers durchaus Positives abgewinnen: "Ein ehemaliger deutscher Außenminister, der der Studenten-Elite in den USA die Welt erklärt: Das kann auch für das Ansehen Deutschlands jenseits des Atlantiks nicht von Nachteil sein", schrieb der Kölner "Express".

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