Klamme Partei
FDP verkauft Theodor Heuss

Alles muss raus: Die frühere FDP-Fraktion ist rechtlich gezwungen, bei der Abwicklung alle Vermögenswerte ohne Ausnahme zu Geld zu machen. Jetzt kommt auch eine Büste des ersten Bundespräsidenten unter den Hammer.
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BerlinBei der Auflösung der FDP-Bundestagsfraktion müssen die Liberalen nun auch eine Bronzebüste des ersten Parteivorsitzenden und Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884-1963) verkaufen, wie die „Bild“-Zeitung berichtete. Auf der Internet-Verkaufsplattform des Bundes wird der 2008 gefertigte Bronzeguss samt „Stein-/Metallsockel“ angeboten.

Verkäufer ist die FDP-Bundestagsfraktion „in Liquidation“. Die Auktion endet am 13. Juni. Die Heuss-Büste wurde von dem Künstler Gregor Dittmer aus Albisheim in Rheinland-Pfalz für den früheren FDP-Chef Guido Westerwelle angefertigt. Die FDP-Fraktion hatte damals 7000 Euro dafür gezahlt.

Dittmer zeigte sich über den Verkauf erbost und sagte der „Bild“: „Ein Unding, dass sie die Büste einfach so verscherbeln.“ Freiwillig machen das die Liberalen nicht: Die frühere FDP-Fraktion ist rechtlich gezwungen, bei der Abwicklung alle Vermögenswerte ohne Ausnahme zu Geld zu machen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Klamme Partei: FDP verkauft Theodor Heuss"

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  • Wenn man schon diese Parallele zieht, müsste man sich auch fragen, warum die FDP nicht nach einer Vergemeinschaftung ihrer finanziellen Probleme ruft. Die Antwort dürfen Sie im FDP-Parteiprogramm lesen...

  • "Dittmer zeigte sich über den Verkauf erbost und sagte der „Bild“: „Ein Unding, dass sie die Büste einfach so verscherbeln.“ Freiwillig machen das die Liberalen nicht: Die frühere FDP-Fraktion ist rechtlich gezwungen, bei der Abwicklung alle Vermögenswerte ohne Ausnahme zu Geld zu machen."

    Na bitte, jetzt erleben sie am eigenen Leib, wie es ist, wenn man sein Tafelsilber verscherbeln muss, was in Form von Privatisierungen ohne jede Scham von klammen EU-Staaten gefordert wird.

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