Klimakonferenz
Altmaier sagt weitere Hilfsgelder zu

Umweltminister Altmaier verspricht noch dieses Jahr 30 Millionen Euro für den Klimafonds. Mit dem Geld reagieren Entwicklungsländer auf die Folgen des Klimawandels. Zudem bekräftigte er die Klimaziele der Regierung.
  • 2

WarschauDer amtierende Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat den Entwicklungsländern auf der Klimakonferenz in Warschau noch in diesem Jahr mindestens weitere 30 Millionen Euro zugesagt. Sie sollen in den Fonds fließen, mit dem sich Entwicklungsländer an die Folgen des Klimawandels anpassen können.

Er versicherte zudem, dass auch die neue Regierung bei den Klimazielen bleiben werde, die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, bis 2030 um 55 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent.

„Die neue Finanzzusage von 30 Millionen Euro ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, kritisierte der Klimaexperte des Naturschutzbundes (Nabu), Ulf Sieberg. Die Organisation Oxfam fand die Zusage dagegen positiv für den Verhandlungsprozess: „Dem erfrischend guten Beispiel Deutschlands, noch dieses Jahr mindestens 30 Millionen Euro in den Anpassungsfonds einzuzahlen, müssen jetzt die übrigen reichen Länder folgen. Sonst droht der Fonds auszutrocknen“, sagte Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig. Altmaier sollte insbesondere versuchen, seine Amtskollegen etwa aus Frankreich, Australien, Neuseeland und Japan umzustimmen.

Altmaier hob zugleich hervor, dass Deutschland in diesem Jahr insgesamt schon 1,8 Milliarden Euro an Klimahilfen für ärmere Länder zur Verfügung gestellt habe. Dazu zählt auch Geld für erneuerbare Energien. Deutschland werde auch zu seinen zugesagten Verpflichtungen für 2014 stehen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Klimakonferenz: Altmaier sagt weitere Hilfsgelder zu"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • In Spanien werden die Stromproduzenten auch an den Kosten für den Netzzugang beteiligt.

    Was steht seitens der Bundesregierung diesem Gedanken entgegen, diesem Grundgedanken, dass die Stromerzeuger sich auch an den Netzanschlusskosten beteiligen müssen, entgegen.

    Es würde die Möglichkeit eröffnen, die bisherigen Fördersätze konstant zu halten und ihnen das Geld über die Hintertür wieder wegzunehmen.

    Bei weitem kein neuerliches Prinzip. Es ist sogar konstistent, wenn bisherige staatliche Anreize betrachtet.

    Steuerliche Anreize gibt es immer nur dann, wenn der andere Weg sich kaufmännisch nicht rechnet. Deren Förderungen gibt es viele. Manchmal gibt es auch Förderungen nur zu dem Zweck um auf der Gegenseite die Gewinne zu maximieren und abzuschöpfen. Das nennt man dann Lobbyismus.

  • Wenn man Bilder von Windmühlen und Solaranlagen in Marokko und anderen Ländern ausserhalb Europas bestaunen kann und die Medien die Illusion schüren, dass der Rest der Welt den Deutschen Visionen folgt, so sollte man sich in einem nüchternen Augenblick vergegenwärtigen, dass auch diese ökologischen Monumente häufig vom Deutschen Steuerzahler, Stromkunden bezahlt wurden.

    Es gibt sogenannte CDM Zertifikate (Klimasündenablasszertifikate). Der CDM Mechanismus wurde im Kyoto Protokoll vereinbart und sieht vor, dass Klimasünder auch durch gute Taten ausserhalb der Landesgrenzen Ablass von ihren Sünden erhalten Können. Der Klimanobelpreisträger Al Gore ist damit fast zum Milliardär geworden.

    Die Erträge aus dem Verkauf der CO2 Zertifikate die Deutsche Stromversorger usw. kaufen müssen werden in einem Klimafonds verwaltet und für "Erneuerbare Energien" in anderen Ländern etc. ausgegeben.

    Fazit: Auch wenn die umweltschädliche Windmühle, oder Solaranlage weit abseits Deutschlands steht, ist diese mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit Ihrer Brieftasche entsprungen.

    Vandale

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%