Kluft zwischen Arm und Reich werde immer größer
DGB-Chef übt scharfe Kritik an Jobverlagerung

DGB-Chef Michael Sommer hat die zunehmende Verlagerung von Jobs ins Ausland massiv kritisiert: Die Unternehmen kassierten Subventionen und verdufteten anschließend ins Ausland.

HB BERLIN.

Mit scharfen Worten hat sich der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, gegen die wachsende Stellenverlagerung ins Ausland gewandt. Anlässlich der Eröffnung der Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bremen am Freitag verlangte Sommer einen «moralischen Aufschrei» gegen Subventionsempfänger, die «Steuern einsacken» und anschließend «ins Ausland verduften». Es sei eine «große Gefahr, dass die »Kluft zwischen Arm und Reich« immer größer werde.

Mehrere Konzerne haben in den vergangenen Monaten mit der Drohung, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, die Beschäftigten hierzulande unter Druck gesetzt. So setzte beispielsweise Siemens im Sommer längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich durch. Auch DaimlerChrysler erreichte mit der Drohung die C-Klasse in Südafrika fertigen zu lassen, umfassende Zugeständnisse der Beschäftigten.

Im Rahmen der Bundeskonferenz der AWO wird zudem der neue Vorsitzende gewählt. Nachfolger des amtierenden AWO-Chefs, Manfred Ragati, soll der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Wilhelm Schmidt, werden. Ragati wollte sich nicht erneut einer Kandidatur stellen. Die Bundeskonferenz tagt noch bis Sonntag. Die 440 Delegierten befassen sich vor allem mit dem Umbau des Sozialsystems in Deutschland.

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