Knappes Votum
CDU will striktes Verbot von Embryo-Gentests

Die CDU hat sich mehrheitlich gegen Gentests an Ungeborenen ausgesprochen. Die Abstimmung über den umstrittenen Punkt der Präimplantationsdiagnostik verlief allerdings äußerst knapp, auch wenn Angela Merkel klar gemacht hatte, welches das von ihr bevorzugte Ergebnis ist.
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HB KARLSRUHE. Die CDU hat sich denkbar knapp für ein Verbot von Gentests an Embryonen ausgesprochen. Bei ihrem Parteitag in Karlsruhe votierten am Dienstag nach stundenlanger emotionaler Debatte 51,06 Prozent der Delegierten für die Position von Parteichefin Angela Merkel, die die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) ablehnt. Die Befürworter hatten lediglich einen Vorsprung von 17 Stimmen. Von 799 gültigen Stimmen waren 408 für ein Verbot.

Bei der PID können im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf Erbkrankheiten untersucht und aussortiert werden. Merkel hatte am Montag betont: „Ich bin für ein Verbot der PID, weil ich einfach Sorge habe, dass wir die Grenzen nicht richtig definieren.“ Ärzte schätzen die Zahl der betroffenen Paare auf 150 bis 200 im Jahr. Die PID komme nur für Menschen mit erblichen Vorbelastungen infrage.

Der Bundesgerichtshof hatte die PID im Juli für zulässig erklärt. Nun wird im Bundestag an einem Gesetz gearbeitet, um rechtliche Grauzonen zu beseitigen. Bei der Abstimmung im Parlament gibt es keinen Fraktionszwang, weil es sich um eine Gewissensentscheidung handelt. Der Parteitagsbeschluss der CDU ist für ihre Bundestagsabgeordneten nicht bindend.

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  • Die künstliche befruchtung mit befürworterin von der Leyen und andere techniken zeigen doch nur was bestandteil ist: Die Deutschen sind nicht nur geistig unfruchtbar nein auch noch allesamt körperlich. Und derjenige der Kinder haben könnte, z.b. Frauen asu der Unterschicht, gehört nicht zur Elite in Deutschland die Kinder haben kann und dies wirtschaftlich vertretbar ist. Darum werden diese Frauen psychisch aus dem Weg geräumt.
    in Deutschland dürfen Eliten die ausreichend Geld haben Kinder und werden gefördert. Der Rest wird schlecht behandelt, wirtschaftlich bereits im Vorfeld vernichtet zugunsten von Eliten die sowieso keine Kinder wollen oder sowieso unfruchtbar sind.

    Kinder müssen, so wird es von den Eltern und anderen Lehrern anerzogen, finanzierbar sein und nicht auf Staatskosten durchgefüttert werden.

    Zitat eines Finanzbeamten aus dem Jahre 1989: Der Staat ist dafür nicht zuständig. Die Eltern sollen ihre Kinder selber versorgen.
    So geht es ständig reihum, Unternehmensberaterin: Die Frauen sollen als Witwe doch arbeiten gehen und nicht auf Staatskosten Witwenrente beziehen.

    Selber sitzen Sie jedoch alle in hochbezahlten Positionen. Auch die 40 jährige Nahles leistet sich jetzt ein Kind. ihre Rente hat sie natürlich auf Staatskosten doppelt und dreifach sicher.

  • Die büchse der Pandora ist zu weit offen,man kann sie nicht mehr schliessen. Wenn PiD in Deutschland verboten wird, dann geht man in ein anderes Land. Mit Abtreibungen von 120000 Tausend Kinder pro Jahr
    trotz Pille und Kondom zeigt sich zynisch wie der Mensch immer abartiger wird. Gebe es wirklich einen Gott er müsste weinen. Mein Vorschlag die Abtreibung bis auf 600 Monate ausweiten, dann würde schnell ein Umdenken da sein. Wenn PiD hilft bei Vorerkrankungen trotzdem ein gesundes Kind zu bekommen, grünes Licht.

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