Knipper für Kürzung aller Subventionen
Bauwirtschaft gegen einseitige Belastung durch Steuerreform

Die Bauwirtschaft befürchtet eine einseitige Belastung ihrer Branche im Zuge der Gegenfinanzierung der geplanten Steuerreform. „Wir sehen mit großer Sorge, dass die Eigenheimzulage absolut zur Disposition gestellt wird, während andere Bereiche für sakrosankt erklärt werden“, sagte Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie, der Berliner Zeitung.

Reuters BERLIN. Knipper sprach sich für eine Kürzung aller Subventionen um 15 % aus. Das müsse aber tatsächlich alle Zuschüsse ohne Ausnahme betreffen, so auch die Subventionierung der Windenergiebranche sowie die Feiertags- und Nachtzuschläge. Das Blatt zitierte Knipper in seiner Dienstagsausgabe mit den Worten: „Kein Wirtschaftszweig kann sich einem vernünftigen Subventionsabbau in den Weg stellen, aber es ist nicht akzeptabel, dass der Bau ein Sonderopfer bringen soll.“

Die Branche stecke im achten Krisenjahr in Folge und habe hunderttausende Stellen abbauen müssen. Knipper sprach sich ebenso für drastische Einsparungen in den Sozialsystemen aus. „Dort werden zur Haushaltskonsolidierung Einschnitte gemacht werden müssen“, sagte er. „Das tut weh, das ist nicht populär, aber unumgänglich.“

Die Baubranche rechnet laut „Berliner Zeitung“ in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang um drei Prozent und dem Verlust von weiteren 50 000 Stellen.

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