
BerlinDie Annäherung zwischen Koalition und Opposition bei der Besteuerung der Finanzmärkte stößt auf harsche Kritik. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BdA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eindringlich vor den Folgen der Einführung einer solchen Steuer. Sie verlangten stattdessen, den Fiskalpakt für eine schärfere Haushaltsdisziplin in Europa „ohne Wenn und Aber“ zu beschließen. Es sei „unverantwortlich“, seine Verabschiedung von weiteren Bedingungen abhängig zu machen. „Das gilt insbesondere für ein so fragwürdiges Projekt wie eine Finanztransaktionssteuer, mit der gravierende wirtschaftlich belastende Wirkungen verbunden sind und die wachstumsfeindlich ist.“
Koalition und Opposition hatten am Donnerstag auf Arbeitsebene eine Verständigung über die vor allem von SPD und Grünen geforderte Abgabe erzielt. Die Ausgestaltung der neuen Steuer soll sich an Vorschlägen der EU-Kommission orientieren, den Handel mit fast allen Finanzprodukten - neben Aktien auch Devisen oder Derivate - zu besteuern. Sie würde damit über die britische Stempelsteuer hinausgehen, die hauptsächlich Aktiengeschäfte erfasst.
Der neue Fiskalpakt verpflichtet die Länder zu strenger Haushaltsdisziplin. Damit sollen Problemfälle wie Griechenland verhindert und das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewonnen werden. Der Sparpakt wurde Ende Januar beschlossen und wird beim EU-Gipfel am Freitag unterschrieben. Allerdings ziehen nicht alle 27 EU-Staaten mit: Großbritannien und Tschechien bleiben außen vor, Irland lässt das Volk über das Abkommen abstimmen. Da es ein zwischenstaatlicher Vertrag ist, reicht jedoch auch die Ratifizierung von zwölf Euro-Ländern. In Kraft treten soll der Fiskalpakt spätestens Anfang 2013. Das sind die Kernpunkte:
Die Unterzeichner streben nahezu ausgeglichene Haushalte an. Das jährliche, um Konjunktur- und Einmaleffekte bereinigte Staatsdefizit eines Landes darf 0,5 Prozent der Wirtschaftskraft nicht übersteigen. Die Staaten führen nationale Schuldenbremsen ein und verankern sie in ihrer Verfassung oder auf vergleichbarer Ebene.
Verschuldet sich ein Staat zu sehr, wird automatisch ein Defizitverfahren ausgelöst. Anders als bisher können Sanktionen nur noch mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der EU-Finanzminister gestoppt werden. Liegt die Gesamtverschuldung über 60 Prozent der Wirtschaftsleistung, soll sie pro Jahr um ein Zwanzigstel reduziert werden.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) überprüft, ob die Staaten die Schuldenbremse auch in nationales Recht umsetzen. Klagen kann nur ein anderes Unterzeichnerland, nicht aber die EU-Kommission.
In letzter Konsequenz kann der Europäische Gerichtshof gegen Haushaltssünder des Eurogebiets eine Geldstrafe von bis zu 0,1 Prozent der Wirtschaftsleistung verhängen. Die Summen fließen bei Euro-Ländern in den Euro-Rettungsfonds ESM, ansonsten in den allgemeinen EU-Haushalt.
Der Sparpakt wird mit dem im Juli startenden ESM verknüpft werden. ESM-Hilfen sollen also nur die Euro-Länder erhalten, die auch den neuen Pakt unterzeichnet haben - was zu einem potenziellen Problem für Irland werden könnte.
BdA und BDI mahnten, zusätzliche Lasten für Unternehmen der Realwirtschaft sowie für die private und betriebliche Altersversorgung zu vermeiden. „Eine Umsatzsteuer auf Finanzprodukte verteuert die Kapitalbeschaffung – mit negativen Folgen für unternehmerische Investitionen und Beschäftigung“, heißt es in ihrer gemeinsamen Erklärung.
Das Ziel, Fehlspekulationen einzudämmen, werde zudem durch eine isolierte Einführung nur in wenigen Staaten der Euro-Zone ohne Einbindung zumindest des für Europa wichtigsten Börsenplatzes London nicht erreicht. „Vielmehr drohen Ausweichreaktionen wie die Abwicklung von Finanztransaktionen in anderen Regionen“, so die BdA und der BDI. „Dies hätte nachhaltige Wirkungen auf den Finanzstandort Deutschland.“ Allein die technische Einführung der so weit gefassten und bürokratischen Finanztransaktionssteuer würde mehrere Jahre beanspruchen.
Die SPD hat ihre Bedingungen für ein Ja zum europäischen Fiskalpakt konkretisiert. Eine Zustimmung in Bundestag und Bundesrat wird es demnach nur geben, wenn parallel zu dem Pakt, der für mehr Haushaltsdisziplin in Europa sorgen soll, ein umfangreiches Wachstums- und Beschäftigungsprogramm auf den Weg gebracht wird. Neue Schulden sollen dafür nicht gemacht werden.
In einigen Staaten Europas ist bereits jeder zweite Jugendliche arbeitslos. Jeder soll daher über eine „Jugendgarantie“ das Recht auf Aus- oder Weiterbildung unmittelbar nach dem Schulabschluss bekommen. Unternehmen sollen zeitlich befristete Zuschüsse erhalten, um Jugendliche auszubilden und neu einzustellen.
Gewerkschaften und europäische Unternehmen sollen - moderiert von der EU-Kommission - grenzüberschreitende Ausbildungs- und Jobprogramme für Jugendliche entwickeln. Finanziert werden soll dies aus bisher nicht ausgegebenen Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
Ein Wachstums- und Beschäftigungsprogramm soll Arbeitsplätze vor allem in den krisengeplagten südlichen EU-Ländern schaffen - etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien oder moderner Verkehrswege. Der neue Fonds soll durch vorhandene Gelder gespeist, die strengen Kofinanzierungsregeln sollen gelockert werden.
Insgesamt liegen derzeit laut SPD in drei EU-Strukturfonds 232 Milliarden Euro. Zudem soll die Europäische Investitionsbank stärker in Wachstumsprojekte investieren. Die Finanztransaktionssteuer soll kommen, auch wenn sie nicht alle Euro-Länder mitmachen.
Die SPD fordert einen europäischen Schuldentilgungsfonds für hoch verschuldete Länder. Das bedeutet, dass nationale Altschulden, die 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts überschreiten, von der europäischen Gemeinschaft getragen werden. Das Land muss sich aber zum Schuldenabbau verpflichten.
Zudem will die SPD eine europäische Bankenaufsicht. Banken, die hohe Risiken eingehen, sollen selbst dafür haften und gegebenenfalls Pleite gehen. Als Gegengewicht zu den privaten Ratingagenturen soll eine europäische Ratingagentur die Bonität von Ländern bewerten.
Kritisch äußerte sich auch die Schutzgemeinschaft der Kleinanleger (SdK). „Ein gravierender Nachteil liegt in der mangelnden Internationalität der Steuer, die dazu führen wird, dass es Wettbewerbsnachteile zwischen Ländern mit und Ländern ohne derartige Steuerbelastung gibt“, sagte SdK-Vorstandsmitglied Markus Kienle Handelsblatt Online.

Das hat nichts mit Deutschland/England zu tun. Das hat was mit Business To Business zu tun. Rechnungen von LIEFERANTEN (egal ob im EU Binennmarkt oder innerdeutsch) sind nicht (Umsatz-/ = Mehrwert)steuerpflichtig. Beispile: Der Impiort der Compuzterteile und das in den LAden liefern ist kein Mehrwert. Sie sind ja weiterhin nicht verkauft. Erst wenn der Endverbraucher sie per Kauf über den Ladentisch gehen läßt ist die steuerlich relevante Wertschöpfung des Handels erreicht.
Das ist Gewerkschaftsdenk. Denn anders würden nur Konzeren günstig profzieren können weil sie als ein Betrieb eine steuerliche Einheit darstellen. DAS IST ALSO TYPISCH KLEIN UND MITTELSTANDSFEINDLICH. Gewerkschafts-Erpresser!
Zwischen Unternehemnm werden keien Steuerrn bezahlt. Auch der Unternehemsnberater wird nicht vom belieferten bezahlt sonder vom Kunden irgendeiens Endproduktes. Mache ich für dem Headhunter eines Zulieferes von Fiat die Emails dann ist mein Beitrag beim privaten Autokauf eines Autos im Kaufpreis enthalten. Alles andere würde dazu führen daß ich Steuern AUS KREDITEN bezahlt würden obwohl der Ferrari unverkauft auf dem Hof (im Lager) rumsteht und noch keinen Abnehmer gefúnden sondern nur Kosten verurschat hat.
ABER DAS GEHT IN SO EINEN NA-Z-IONALSTAATSBEAMTENSCHÄDEL WOHL NICHT REIN ;o)
Das muß an der AURA der Location des Fianazmats liegen ...
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a1/Reichsluftfahrtsministerium.jpg
http://81.169.142.204/20120-6-11-halu-nazi-996-DS-3540-Js-251445-11-ANON.jpg

In England gibt es keine Börsenumsatzsteuer! Was es gibt ist eine Stempelsteuer welche nur anfällt, wenn es sich um Aktiengeschäfte handelt. Derivate aller Art und Termingeschäfte fallen nicht darunter. Das ist der große Unterschied zu der SPD-Finanzmarktabgabe. Das, womit das wirklich große Geld verdient wird, das wird in England mit der Stempelsteuer nicht!! erfasst. Das ist der Grund, warum dann deutsche Unternehmen nach London gehen werden. Angeschissen, und im anscheissen und bescheissen der Bevölkerung ist die SPD besonders gut, sind die vielen kleinen Anleger welche in diesen und kommenden durch die Politik verursachten durcheinander ihr Depot für die Altersvorsorge absichern wollen.

O.K.: Ich kenn´ nur noch die ganz alte Schule: die Börsenumsatzsteuer. Vergesst die Diskussion, und führt die doch wieder ein. "Ihrerzeit" erlebten wir einen Boom nach dem anderen. Und mehr davon hatte der Staat auch!
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