Koalitionen
Özdemir liebäugelt mit Schwarz-Grün

Der neue Grünen-Chef Cem Özdemir hat sich für eine Koalition mit der Union im Bund offen gezeigt, falls diese den Atomausstieg akzeptiert. „Es kann im Einzelfall durchaus sein, dass man grüne Inhalte besser mit Schwarz als mit Rot umsetzen kann“, sagte Özdemir in einem Zeitungsinterview.

HB BERLIN. „Entscheidend ist, dass die grüne Handschrift erkennbar ist“, sagte der Grünen-Chef der „Passauer Neuen Presse“. Wenn die Union an ihrem Atomenergie-freundlichen Kurs aber festhalte, werde es mit ihr nicht gehen.

Die Grünen hatten Özdemir am Wochenende auf einem Parteitag in Erfurt mit 79,2 Prozent zum Nachfolger von Reinhard Bütikofer gewählt - und damit zum ersten türkischstämmigen Parteichef Deutschlands gemacht. Co-Parteichefin Claudia Roth wurde mit 82,7 Prozent im Amt bestätigt. Mit einem Traumergebnis von 92 Prozent wählte der Parteitag Renate Künast und Jürgen Trittin zu Spitzenkandidaten für den Bundestagswahlkampf.

Özdemir stimmte die Grünen auf einen Konfrontationskurs zu allen anderen Parteien ein. Im Wahlkampf wollen die Grünen auf eine radikale Energiewende und ein neues sozial-wirtschaftliches Konzept gegen die drohende Rezession setzen. Unter dem Motto „New Deal“ fordern sie einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine Koalitionsaussage traf die Partei nicht.

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