Koalitionsdisziplin: FDP stimmt beim Thema Homo-Ehe nicht mit Opposition

Koalitionsdisziplin
FDP stimmt beim Thema Homo-Ehe nicht mit Opposition

Trotz des Streits mit der CDU wird die FDP nicht mit der Opposition für eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe stimmen. Das bekräftige Rainer Brüderle, der sich nun FDP-Spitzenkandidat nennen darf.
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BerlinDie FDP hat ihren Fraktionschef Rainer Brüderle jetzt auch offiziell zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 22. September gekürt. Beim Parteitag in Berlin erhoben sich die mehr als 600 Delegierten am Sonntag zum minutenlangen Applaus. Eine Wahl gab es nicht.

Brüderle rief die Partei in einer mehr als einstündigen Rede auf, geschlossen für eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition zu kämpfen. „Ab sofort ziehen wir den blau-gelben Kampfanzug an und gehen in die Auseinandersetzung für unsere Überzeugungen, für unsere Ideen." Auch durch Beschimpfungen werde sich die FDP nicht verbiegen lassen.

Brüderle zeigte sich überzeugt, die Menschen wollten eine starke Stimme der Freiheit. „Die Chance für uns ist da, wir sollten und wollen sie nutzen.“ Mit Blick auf das neue Führungsteam versprach er: „Wir werden alle gemeinsam einen Wahlkampf hinlegen, da brennt der Baum.“

Brüderle musste in sein Amt aber nicht gewählt werden. Parteichef Philipp Rösler überreichte ihm nach dessen Rede symbolisch einen Fußball, damit er für Land, Partei und Freiheit viele Tore schießen könne. „Wir werden gemeinsam in einem Team kämpfen“, sagte Rösler.

Inhaltlich äußerte sich Brüderle zur Vermögenssteuer, der Homo-Ehen-Debatte und dem Flughafen-Desaster in Berlin. So plädierte für einen Stopp der Milliardenzahlungen des Bundes für den krisengeplagten Berliner Hauptstadtflughafen BER. „Der Bund finanziert das Chaos mit. Damit muss irgendwann Schluss sein“, sagte Brüderle.

„Ich persönlich bin daher mittlerweile für einen Finanzierungsstopp“, fügte der Spitzenmann der Liberalen hinzu. Den beiden Ministerpräsidenten Klaus Wowereit und Matthias Platzeck (SPD) müsse man den Saft abdrehen. „Sonst versickert noch mehr Geld in den märkischen Sand hinein.“

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Union habe „viel sozialdemokratischen Speck angesetzt“

Kommentare zu "FDP stimmt beim Thema Homo-Ehe nicht mit Opposition"

Alle Kommentare
  • Alles hätte ich mir im Leben denken können, aber daß nun die Paretei für die Profite ausgerechnet ihrem letzten Vormann so eine reinwürgt, da müssen die doch ausgerechnet bei dem Thema die Lücken schließen wollen.

    Verstehe das wer will, ob sich jedoch Westerwelle dem anschließen will oder Mut zur Lücke hat? Es wird sich zeigen.

    Zu spät, zu dekandent, zu nachhaltig von übervorgestern. Frauen und Männer braucht das Land, weniger diese Hampelmänner.

  • Nun ja, für eine Partei die auf der Kippe steht gäbe es wirklich andere Themen als die Homo-Ehe. Aber die FDP ist bei ihren Themen nun mal eigen. Ob beim Mövenpick-Gesetz oder dem geschönten Armutsbericht.

  • glückliche FDP ,glückliches Deutschland - alle unsere europäischen schwestern und Brüder haben Wirtschaftsprobleme - wir haben die steuerliche Geleichbehandlung der homo-ehen.

  • Was nützen denn all die Reden, wenn das Volk die FDP einfach nicht will, wie die Umfragen zeigen
    Und wenn Brüderle weiterhin im TV sein Nichtwissen, seine Einfältigkeit so präsentiert, wie am Donnertag bei Illner, dann muß sich die FDP über Wähler- und mittlerweile auch Mitgliederschwund nicht wundern
    Wobei man auch fairerweise sagen muß, dass der Mitgliederschwund auch in der CDU und SPD enorm ist
    Unsre Parteien haben alle ausgedient, sie sind zu fett, zu träge, zu selbstgefällig geworden und völlig volksfremd. Sie betrachten uns Bürger nur noch als Untertan

  • "Trotz des Streits mit der Union wird die FDP nach Aussage von Bundestags-Fraktionschef Rainer Brüderle nicht mit der Opposition für eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe stimmen."
    ..................................................

    Tja, damit hat die FDP einen weiteren Wähler verloren.

    Im Übrigen wird das BVerfG den Gleichstellungsverweigerer-Parteien noch vor der Wahl die rote Karte zeigen, und das ist gut so!

  • @@111

    nein die Wahlalternative D-Land wählen, die einzige partei die den EURO verlassen will.

    sonst keine andere Chance

    Merkel wird Deutschland abwickeln lassen und dann in einer neuen DDR 2.0 unter Tritt-Ihn dem feisten Gabriel erblühen lassen innerhalb der EU.

    Ein Verbbund von Staatsverrätern.

    Wobei der Oberveräter Kohl den Tatbestand Staatsverrat abgeschaft hat --der wußte warum.

    Gibt nur noch 2-3 neue Wählbare parteien --alle anderen sind nur schädliche Parteien für den Deutschen Bürger.

  • Die FDP hat einen Fachkräftemangel. Diese weichgspülte FDP ist nicht in der Lage, die Interessen der fleissigen und Reichen zu vertreten. Niemand braucht diese FDP. Mit Bettelstimmen kann man nicht immer rechnen. Das ist nicht nachhaltig.

  • Die FDP ist die größte Lachnummer der Nation geworden. Von Merkel anch links gerückt, ohne erkennbaren Nutzen für den Wähler und einem völlig ausgekotztem liberalem Programm. Das mit den Bürgerrrechten nimmt denen niemand mehr ab!

  • Denkt dran: Wir haben eine 5-farbige Einheitspartei in Deutschland (CDUSPDFDPGRÜNELINKE) - wie in der DDR

    Bloss hier sind die Leute so verblödet, dass sie garnicht merken, dass sie die Einheitspartei abwählen KÖNNTEN !

    Und viele sind sogar so dumm, dass sie aus Protest Nicht-Wählen !

    Alle Politiker der "Einheitspartei" zittern davor, dass große Mengen von NIcht-Wählern plötzlich zur Wahl gehen und die "Einheitspartei" abwählen.

    Laßt uns genau das tun ! Wir lassen und nicht länger an der Nase herumführen, mit eurem "Scheinstreiterei" und "Dummwahlkampfgelaber"

  • Eine Partei, die über keine charismatischen Persönlichkeiten mehr verfügt, nicht mehr glaubwürdig ist und vom Wähler nicht mehr ernst genommen wird. Sie wird nur noch als Anhängsel der CDU/CSU wahrgenommen. Ihre eigenen Stammwähler bieten der FDP nur noch ein Potenzial von 3% bundesweit; trotzdem wird sie bei den nächsten Wahlen wohl den Sprung in die Parlamente schaffen, da sie die notwendigen Leihstimmen von CDU-Wählern bekommen wird.

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