Koalitionsgespräche

Die SPD will sich teuer verkaufen

Alles scheint auf eine große Koalition zwischen der SPD und der Union hinzudeuten. Doch die Vorbehalte der Sozialdemokraten gegen eine große Koalition sind groß. Auf die CDU kommen schwierige Koalitionsverhandlungen zu.
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SPD und CDU gehen auf Tuchfüllung. Eine große Koalition zeichnet sich immer deutlicher ab. Quelle: dpa

SPD und CDU gehen auf Tuchfüllung. Eine große Koalition zeichnet sich immer deutlicher ab.

(Foto: dpa)

BerlinAuch nach dem überraschend einmütigen Beschluss des SPD-Parteirats zur Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit der Union sind noch längst nicht alle Hürden auf dem Weg zu einem schwarz-roten Bündnis beiseite geräumt. Die SPD-Führung will auch den nächsten Schritt absegnen und zum Schluss die Basis entscheiden lassen.

CSU-Chef Horst Seehofer zeigt dafür kein Verständnis: „Die Vorsitzenden der beteiligten Parteien haben alle ein Mandat und die Verantwortung, für stabile Verhältnisse zu sorgen. Wir sind doch keine Hasen, die aus Schreck vor einer Regierungsbildung kreuz und quer durchs Feld laufen, bis der Jäger sie erwischt“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“.

Für die stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft jedenfalls ist der Parteirats-Beschluss vom Freitagabend keine „Schnellstraße in Richtung große Koalition“. „Eines muss klar sein: Wir werden unsere Inhalte nicht auf dem Ramschtisch verhökern“, sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin am Samstag im WDR.

Wenn sich aus den nun anstehenden Gesprächen die Möglichkeit von Koalitionsverhandlungen ergebe, werde die Parteiführung die Basis eng einbinden. „Wir haben keine Angst vor einer großen Koalition. Wir haben aber auch keine Angst vor Schwarz-Grün oder Neuwahlen“, betonte Kraft.

Die Sondierungsgespräche könnten im Laufe der kommenden Woche starten. Kommt ein Koalitionsvertrag zustande, sollen darüber erstmals die rund 470.000 SPD-Mitglieder mitentscheiden; und zwar möglichst vor dem Bundesparteitag am 14. November in Leipzig.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe betonte im dpa-Interview, für die anstehenden Gespräche habe die SPD nun Vorrang, auch wenn die CDU offen für die Grünen sei. Bei den Sondierungsgesprächen werde die CDU „erst einmal erspüren müssen, wie ernst der Wunsch der SPD ist, in einem fairen Miteinander zueinander zu finden.“ Sollte am Ende „der Verhandlungsunwille anderer zu Neuwahlen führen, bräuchten wir nach dem Wahlergebnis für die Union keine Angst davor zu haben.“

Generalsekretärin Andrea Nahles sagte nach dem Beschluss des Parteikonvents: „Ich bin erleichtert. Aber ich bin nicht glücklich.“ „Wir haben eine schwierige Lage.“ Die Mehrheit an der Basis sei sehr skeptisch. Parteichef Sigmar Gabriel sagte, man gehe selbstbewusst in die Gespräche. Mit dem Beschluss des SPD-Parteirats sei der Weg für Koalitionsverhandlungen noch nicht frei. Es gab fünf Gegenstimmen.

„SPD wäre gut beraten in alle Richtungen zu sondieren“
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43 Kommentare zu "Koalitionsgespräche: Die SPD will sich teuer verkaufen"

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  • halten wir uns einmal an die Fakten,
    die Mehrheit wollte einen Politikwechsel, einige mehr als als Rot Grün deshalb das starke Ergebnis der Linken. Trotzdem Rot Rot Grün wird es jetzt nicht geben, die SPD bleibt Worttreu. Die GroKo wäre nicht gut für die SPD. Die CDU hat einen klaren Auftrag zur Regierungsbildung. Also Fr. Merklel regieren Sie doch mit einer Minderheitsregierung und such Sie sich ihre Mehrheiten. Sie haben jetzt die einmalige Chance CDU Inhalte in Reinkultur zu leben! Tun Sie´s. Das Argument in solchen Zeiten D nur aus einer stabilen Mehrheit heraus regieren zu können stimmt nur dann, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass ihre Inhalte so schlecht sind, dass Sie keine Mehrheiten finden. Was das Personal der Regierungsmannschaft angeht - plündern Sie doch die Reserve der Landesverbände. Und wenn Sie in einzwei Jahren scheitern können Sie sich beruhigt zurückziehen - Fr. v.d. Leyen wird Ihr Erbe antreten. Allerdings dann als Oppositionsführerin. Weil dann die in den Landesverbänden rekrutierten MinisterInnen allesamt durchfallen werden. Siehe das Ende der Kohlschen Zeitrechnung. Erst dann werden wieder die Probleme unseres Landes wieder angegangen werden können. Und erst dann werden wir wieder eine Regierung haben die gestaltet und nicht nur verwaltet.

  • Zitat : Die SPD will sich teuer verkaufen

    - eigentlich sollte man das Wahlgesetz ändern : vor der eigentlichen Wahl eine Probewahl veranstalten mit anschließenden Koalitionsverhandlungen zwischen den Teilnehmern.

    Dadurch würden sich die Parteien DEMASKIEREN und alle ihre Lügen würden auffliegen ( wenn sie gelogen haben ).

    Anschließend , bei der eigentlichen Wahl, würden sich die Wähler nicht mehr so verarscht vorkommen.

    Die 18 Mio. CDU-Wähler haben sich wohl gedacht, das Desaster, das die Nomenklatura angerichtet hat, kann ausgeblendet werden und es wird weiter so gehen wie gehabt. Diese Wähler könnte man auch REALITÄTSVERWEIGERER nennen !

    Aber die Realität holt sie jetzt bereit ein ! Als sie ihre Stimme der Murksel vergaben, haben sie wohl nicht gedacht, dass sie damit eine NEUE SOZIALISTISCHE EINHEITSPARTEI DEUTSCHLASNDS,

    CDU/SPD ===> SED gewählt haben !

    Erbärmliche Trottel !

  • da lachen ja die huehner,die SPD Idiotenpartei und sich "teuer verkaufen"!!!die koennen ja vor machtgeiheit noch nichteinmal athmen und segnen ab was die nazi CDU ihnen vorsetzt,nach dem motto friss oder stirb.

  • @ Rechner


    Zitat : Frau Merkel hat viel Zeit.

    - das hat die Murksel uns in den 8 zurückliegenden Jahren auch unmissverständlich zu verstehen gegeben :

    was diese Teflonpfanne hat , ist viel Zeit......um Ihren Ar**** auf dem Kanzlersessel weiter platt zu drücken.

    Diese Zeit hat Deutschland und Europa nicht mehr. Jetzt müssen die Hauptthemen besprochen werden......neben Homoehen, Mauts, Kitas, Quotenfrauen, sonstigen unwichtigen Kram !

    Und die Hauptthemen sind der €, die EU, die Sklavenarbeit, die Asylanten, die Renten, die Arbeitsplätze für einheimische Junggeneration, die Steuererleichterung für den Mittelstand, etc. !

    Und die Murksel wird auch keine Zeit mehr bekommen, zum Aussitzen : die ist als Kanzlerin der Sozialistischen Einheitspartei ( SPD/CDU) Deutschlands demnächst fällig !

    Und die Frage ist nach wie vor erlaubt : aus welchen Gründen legt sich ein NPD-Anhänger so für die CDU ins Zeug ?

    Und versuchen Sie sich nicht wieder damit ruszureden, dass man Ihnen solche Fragen nur im "Suffzustand" stellen kann :-) ?

  • 'elly' sagt
    --------------------
    Fakt ist, die Union hat ihren Partner verloren und benötigt nun mal noch ein paar Stimmen, um regieren zu können!!!!!

    Die Alternative wäre, die Union regiert und hofft auf Mehrheiten im Bundestag!
    Das will sie nicht, jetzt muss man sich beugen oder es lassen!!!!!!!!!!

    Ich würde als SPD auch nicht den Steigbügelhalter für eine Kanzlerin spielen!!!!
    --------------------

    Die Kanzlerin braucht keinen Steigbügelhalter - sie ist schon Kanzlerin.

    Und am 22. Oktober, wenn ihre Amtszeit endet, wird sie der Bundespräsident damit beauftragen, solange die Geschäfte weiterzuführen bis der Bundestag einen neuen Kanzler gewählt hat.

    Frau Merkel hat viel Zeit.

    Und eine SPD, die eine große Koalition an unpopulären Forderungen wie Steuerererhöhungen oder einer Ablösung Schäubles scheitern läßt wird von den Wählern in zukünftigen Land- und Bundestagswahlen ausgepeitscht werden.

  • Die wichtigen Punkte bei der SPD ein Einwanderungsministerium und ein Energieministerium beide mit SPD Politikern besetzt. Zwei Punkte die dann die SPD nach zwei Jahren in eine Ehe mit den Grünen führen wird. Auch Doppelpässe sollten nicht generell eingeführt werden. Hartz IV Empfänger mit Türkischen und Deutschen Pass können Vermögenswerte in der Türkei horten als Türken. Das ist GG Feindlich gegenüber Deutschen Hartz IV Empfängern.

    Länger hält die Koalition nicht, dazu wird es zuviel Streit zwischen CSU und SPD geben.

  • Fakt ist, die Union hat ihren Partner verloren und benötigt nun mal noch ein paar Stimmen, um regieren zu können!!!!!

    Die Alternative wäre, die Union regiert und hofft auf Mehrheiten im Bundestag!
    Das will sie nicht, jetzt muss man sich beugen oder es lassen!!!!!!!!!!

    Ich würde als SPD auch nicht den Steigbügelhalter für eine Kanzlerin spielen!!!!

    Es wäre für uns Bürger mal wirklich erfrischend, wie sich eine Merkel bewegen muss ohne immer einen Dummen zu finden!
    Überhaupt hat sie ja einen starken Partner und das ist Seehofer! Der donnert bereits aus München, dass es bei ihm keine Steuererhöhung gibt!!!! Schau schau, er baut schon mal vor um nachher laut zu betonen, dass er schon immer dagegen war!
    Kennen wir doch von ihm, stets rote Linien überschreiten!
    Dann mal los liebe Union und ran ans regieren!!!!!

  • @ Rechner

    Zitat : Woher wissen Sie, daß die "interessant" ist? Haben Sie sie schon gesehen? Sind Sie am Ende Professor Unsinn selbst?

    - Ja, Rechner, ich habe die Sendung schon gesehen. Die lief gestern Nacht schon bei Phönix.

    Und ich habe sie für "Interessant" eingestuft !

    Und ich bin nicht der Professor Unsinn, Herr Schäuble.....:-) :-)
    .
    .

  • 'Vicario' sagt
    -------------------
    HINWEIS :

    heute um 11 Uhr 15 mal bei Phönix vorbeischauen. Da gibt es eine interessante Wahlanalyse vom Prof. Sinn !
    -------------------

    Woher wissen Sie, daß die "interessant" ist?

    Haben Sie sie schon gesehen?

    Sind Sie am Ende Professor Unsinn selbst?

  • @ Falk

    Zitat : Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es zu einer grossen Koalition kommen

    - ich sehe die Sache etwas anders. Die über 100.000 SPD-Mitglieder, die jetzt das Urteil über die Koalition fällen, kann man eigentlich auch als einen REPRÄSENTATIVEN Schnitt der Bevölkerung sehen.

    Das Koalitionsprogramm wird jetzt von der Nomenklatura SPD/CDU ( Pest und Cholera zusammen ) erstellt.

    Und diese SPD-Basis wird über dieses Programm urteilen ! Und ich bin fest davon überzeugt, obwohl ich von den Sozis nichts halte, dass die Basis-Sozn dem Koalitionsmist eine Abfuhr erteilen !

    Es wir NEUWAHLEN geben ! Früher oder später !

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