Koalitionspoker

CSU-Chef Seehofer kritisiert Mitgliederbefragung

Am Freitagabend entschied sich die SPD nach den Sondierungsgesprächen mit der Union die Meinung der SPD-Mitglieder einzuholen. CSU-Chef Seehofer hält das für eine denkbar schlechte Idee.
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„Wir sind doch keine Hasen, die aus Schreck vor einer Regierungsbildung kreuz und quer durchs Feld laufen.“ Quelle: dpa

„Wir sind doch keine Hasen, die aus Schreck vor einer Regierungsbildung kreuz und quer durchs Feld laufen.“

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MünchenCSU-Chef Horst Seehofer hat die von der SPD-Führung geplante Mitgliederbefragung über eine große Koalition kritisiert, für Parteichef Sigmar Gabriel aber zugleich lobende Worte gefunden. „Ich halte ihn für einen absolut seriösen und inhaltlich kompetenten Gesprächspartner“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“. „Ich war immer der Meinung, dass wir als Union mit Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat mehr Probleme im Wahlkampf gehabt hätten als mit Peer Steinbrück. Herr Gabriel ist in Ordnung.“

Der bayerische Ministerpräsident warnte die SPD davor, Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD aus parteitaktischen Gründen scheitern zu lassen.

„Die Bürger haben mit ihrem Votum klar zum Ausdruck gebracht, dass sie eine stabile Regierung unter Führung von Angela Merkel wünschen.“ Diesen Auftrag „mit Tricks und unter Vorwänden zu torpedieren, würde der ganzen Politik schweren Schaden zufügen, vor allem aber der SPD selbst“.

Er könne sich nicht vorstellen, dass es die SPD so weit kommen lasse. Mit Blick auf die Wählerbefragung fügte er hinzu: „Die Vorsitzenden der beteiligten Parteien haben alle ein Mandat und die Verantwortung, für stabile Verhältnisse zu sorgen. Wir sind doch keine Hasen, die aus Schreck vor einer Regierungsbildung kreuz und quer durchs Feld laufen, bis der Jäger sie erwischt.“

  • dpa
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11 Kommentare zu "Koalitionspoker: CSU-Chef Seehofer kritisiert Mitgliederbefragung"

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  • Zitat : CSU-Chef Seehofer kritisiert Mitgliederbefragung

    - Fairerweise müßte die CDU seine Mitglieder jetzt auch befragen...?

    Oder setzen die sich par Order du Mufti über ihre Köpfe hinweg...?

  • Zum Jagd-affinen Seehofer: "...bis der Jäger sie erwischt."

    Das Gefährliche für die Hasen ist nicht der Jäger, sondern es sind die Hunde.

    "Viele Hunde sind des Hasen Tod."

  • @ Putinowitsch


    Zitat : Deshalb braucht Merkel weder die GRÜNEN noch die SPD.

    - und wo soll die Murksel schon mal die Mehrheit herbekommen, um den Bundeshaushalt für 2014 zu verabschieden ? Den Petrus anrufen...?

    Blödmanowitsch !

  • Zitat : CSU-Chef Seehofer kritisiert Mitgliederbefragung

    - gut gebrüllt, Löwe ! Die absolute Mehrheit in Bayern und die "fast" absolute Mehrheit der CDU im Bund sind NICHTS wert !

    An Tisch setzen und mit den LINKEN verhandeln, möchte-gerne Ludwig ! :-) Alternativ steht noch Trittin zur Verfügung !

    Wo steht es, das die SPD VERPFLICHTET ist, unter Muttis Rock zu schlüpfen ? NIRGENDS !

    Nicht mal in der Verfassung, bayerischer Dampfplauderer ! :-)

  • Hätte Murksel Hinten im Rock würde sie dies kundtun. Nein, Murksel benötigt einen Deppen der falls etwas schief läuft und dies wird es bei den vielen Baustellen, sie nicht einsam als Verursacher da steht. Schäuble hätte sie gerne gegen Steinbrück ausgetauscht, wird aber nichts. Eine weitere Unbekannte sind CDUler die nicht zu 100% an ihrer Seite stehen.

  • Seehofer:
    "Wir sind doch keine Hasen, die aus Schreck vor einer Regierungsbildung kreuz und quer durchs Feld laufen, bis der Jäger sie erwischt.“
    Ha, Ha, Ha.
    Könnten es auch viele Jäger sein?
    Der Tag sollte gut werden, selten so gelacht.

  • @Bundeswaehler

    Ich frage mich langsam warum Gabriel, Kraft, Nahles uns Steinmeier überhaupt noch verhandeln.

    Sie sind ja die Vertreter der SPD-Mitglieder, scheinen sich aber selber nicht zu trauen irgendetwas zu beschließen und wollen daher immer die Basis Fragen.

    Das nenne ich kein Rückrat haben und wenn es nicht läuft kann man ja die Schuld wunderbar an die Mitglieder weiterreichen, da die ja entschieden haben.

    Wozu gibt es Volksvertreter wenn die nichts entscheiden dürfen?

    Die CSU/CDU hat das Vertretungsprinzip wenigstens verstanden

  • Der CSU-Seehofer kann sich eine Mitgliederbefragung wohl nicht vorstellen. Das wäre für die CSU zu viel Demokratie.
    Und in gutem CSU-Stil warnt er die SPD schon einmal, bevor er überhaupt am Verhandlungstisch sitzt.
    Wie wäre es denn mit Verhandlungen zwischen der CDU und der SPD ohne die CSU. Die CSU hat immerhin bundesweit nur 8,2% erreicht, Herr Seehofer. Sie könnten auch in der Opposition landen! Wäre doch auch schön. Da können Sie dann ohne groß Schaden anzurichten so richtig vom bayerischen Leder ziehen.



  • Schlag so eine CSU Aamigobefragung vor, geht schneller .

  • die wunschtraeume von putinowitsch werden leider niemals realitaet werden.dazu sind die Politik Desperados viel zu kriminell.siehe wahlbetrueg und wahlfaelschung.

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