Koalitionsverhandlungen beginnen
Merkel hat ihre Truppe zusammen

Union und SPD starten am Montagnachmittag mit ihren Verhandlungen über die Bildung einer großen Koalition. Dann sollen auch die Unionskandidaten für die Ministerämter offiziell präsentiert werden. Etliche Namen sind aber schon nach außen gedrungen.

HB BERLIN. Beim ersten Treffen in der SPD - Parteizentrale soll der organisatorische Ablauf der zunächst auf vier Wochen angesetzten Verhandlungsrunden festgelegt werden. Zuvor will die CDU-Vorsitzende und designierte Kanzlerin Angela Merkel die Namen der Unions-Minister offiziell bekannt geben. Dazu tritt die Fraktion gegen Mittag zu einer Sondersitzung zusammen. CDU-Vize Christian Wulff sprach am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" von einer "tollen Mischung aus neuen Gesichtern und erfahrenen Politikern".

So geheim ist Merkels Liste allerdings nicht mehr. Nach heftigem Personalgerangel in der Union soll CSU-Vize Horst Seehofer Verbraucherschutz- und Agrarminister werden. Merkel ist offenbar bereit, den Vorschlag von CSU-Chef Edmund Stoiber zu akzeptieren, obwohl Seehofer im vergangenen Jahr heftige Kritik an ihrem Reformkurs geübt hatte. Damit steht auch fest, dass der hessische CDU-Fraktionschef Franz Josef Jung das Verteidigungsressort übernehmen wird, falls die große Koalition zustande kommt.

Merkel wird nach unbestätigten Informationen Niedersachsens Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) als Familienministerin und die ehemalige Kultusministerin von Baden-Württemberg, Annette Schavan (CDU), als Bildungsministerin vorstellen. Der frühere CDU - Chef Wolfgang Schäuble wird Innenminister. CDU-Generalsekretär Volker Kauder soll in Zukunft die CDU/CSU-Bundestagsfraktion führen. Stoiber war seit der Grundsatzvereinbarung zwischen Union und SPD über die Bildung einer großen Koalition als neuer Wirtschaftsminister gesetzt.

Bis zuletzt war offen, wen Merkel als Kanzleramtsminister präsentiert. Intern wurde nicht ausgeschlossen, dass es hier noch eine Überraschung geben könnte und dass diese Schaltstelle nicht wie bisher erwartet vom Parlamentarischen Geschäftsführer Norbert Röttgen (CDU) übernommen wird.

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