Koalitionsverhandlungen
CDU-Vize Böhr attackiert SPD

Mit heftiger Kritik an der SPD hat der stellvertretende CDU-Vorsitzende Christoph Böhr auf den gegenwärtigen Stand der Koalitionsverhandlungen reagiert. Der Begriff Sorge sei noch „stark untertrieben“, sagte Böhr dem Handelsblatt.

BERLIN. Man könne zwar das Ergebnis noch nicht prognostizieren. „Aber wenn die SPD nicht begreift, dass erstens die Sozialdemokraten die Wahl verloren haben und zweitens der Politikansatz der SPD in den letzten sieben Jahren nun wirklich dramatisch gescheitert ist, dann macht die große Koalition keinen Sinn. Es kann wirklich nicht sein, dass man jetzt möglichst viel zu retten versucht von dem, was gegen die Wand gefahren ist. Es ist keine Unfairness, wenn wir erwarten, dass sich die Sozialdemokraten für eine begrenzte Zeit von vier Jahren einfach mal anfreunden mit unserem alternativen Ansatz.“

Zwar zeichneten sich in Einzelfragen durchaus vernünftige Kompromisse ab. „Aber wenn das alles nicht schlüssig auf ein bestimmtes Ziel hin zuläuft - mehr Beschäftigung -, dann zerrinnt uns das wie Sand unter den Fingern.“ Dinge wie die Reichensteuer führten „zu blanker Entgeisterung bei unseren Anhängern“, zumal diese Maßnahme inhaltlich völlig unsinnig sei. CDU-Chefin Angela Merkel nahm Böhr von seiner Kritik ausdrücklich aus: „Sie verhandelt wirklich äußerst hart.“

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