Koalitionsverhandlungen
Mindestlohn auch für Praktikanten geplant

Schluss mit unbezahlten Praktika: Die zukünftige Große Koalition will die finanzielle Situation für Schüler und Studenten verbessern, die oft monatelang ohne Vergütung in Unternehmen arbeiten.
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Berlin Praktikanten mit abgeschlossener Ausbildung sollen nach dem Willen von Union und SPD künftig ebenfalls von geltenden Mindestlöhnen in ihren Branchen profitieren. Das teilte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Mittwochabend in Berlin nach einer zweiten Verhandlungsrunde der Koalitions-Arbeitsgruppe Arbeit/Soziales mit.

Es müsse für solche Praktika außerhalb von Schule und Studium eine angemessene Vergütung geben. Da, wo ein Mindestlohn gelte, müsse dann auch einer für die Praktikanten gezahlt werden. Deren finanzielle Situation solle so verbessert werden.

Nach Angaben der amtierenden Arbeitsministerin und Verhandlungsführerin der Union, Ursula von der Leyen (CDU), soll zudem für junge Menschen der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf „nahtloser gestaltet“ werden. Für 1,5 Millionen junge Menschen ohne Schul- und Berufsausbildung sollten finanzielle Mittel eingesetzt werden, um sie „konsequent nachzuschulen“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Koalitionsverhandlungen: Mindestlohn auch für Praktikanten geplant "

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  • "Da, wo ein Mindestlohn gelte, müsse dann auch einer für die Praktikanten gezahlt werden."

    Ach, wie wunderbar!!!!

    Und was ist mit all den anderen? Da, wo es keine Mindestlöhne, sondern Sklavenarbeit ohne Mindestlöhne gibt, soll es auch so bleiben?

    Was ist nun mit den "flächendeckenden Mindestlöhnen"?
    Die zerreden doch schon wieder alles.
    Am Ende wird es keine flächendeckenden Mindestlöhne geben. Weder im kommenden, noch in späteren Jahren! Alles nur Lügen, Lügen, Lügen.

    Und der Doofmichel hat die Idioten auch noch wieder einmal gewählt!

  • Es wurden seit der DEREGULIERUNGS-Orgie im Arbeitsrecht und Finanzen von ROT/GRÜN wertvolle Jahrgänge verbrannt.

    Setzt die notwendigen LEITPLANKEN im Arbeitsrecht wieder ein, dann sind u.a. diese asozialen Machenschaften von der "Unternehmerseite", Vergangenheit !

    Eine versagende, LOBBYgesteuerte Politik seit Rot/Grün in vielen Bereichen, ist beschämend für unser LAND.

    Mit abnickenden, Kompetenzleeren "Volksvertretern" gefährden wir auf Sicht unseren wertvollen Nachwuchs und unsere Demokratie !

  • @ tomtomtoy

    KOMMUNISMUS ?

    Da kann ich beruhigen, der Staat ist von allen Arbeitgebern der größte Ausbeuter wenn es um Dienstleistungen und Beschaffungen geht.

    Während Unternehmen die für den Staat arbeiten, Nachweise vorlegen müssen, dass sie ihre Steuern,Sozialleistungen bezahlt haben, vergibt der Staat Aufträge auch nur an das billigste Angebot. Daher sind Subunternehmer und Unternehmen aus anderen EU Staaten besser dran.

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