Koalitionsverhandlungen
Wowereit will rot, Ringstorff schwarz

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) setzt weiter auf Rot-Rot. Die Sozialdemokraten kündigten Koalitionsverhandlungen mit der Linkspartei an. Die Grünen, die auch als Koalitionspartner in Frage kamen, erhielten eine Absage. Eine neue Regierungskonstellation zeichnet sich indes in Mecklenburg-Vorpommern ab.

HB BERLIN. Klaus Wowereit will seine Koalition mit der Linkspartei in der Hauptstadt fortsetzen. Der Landesvorstand der Berliner SPD habe sich nach zweiwöchigen Vorgesprächen dafür entschieden, in der kommenden Woche Koalitionsverhandlungen mit der Linkspartei aufzunehmen, sagte der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller. Die Linkspartei hatte sich bereits am Donnerstagabend auf einem Parteitag für Verhandlungen über die Fortsetzung des rot-roten Regierungsbündnisses ausgesprochen.

Die SPD war aus der Abgeordnetenhauswahl am 17. September als stärkste Partei hervorgegangen und konnte sowohl mit den Grünen als auch mit der Linkspartei.PDS eine knappe Mehrheit schmieden. In den vergangenen zwei Wochen führte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit Sondierungsgespräche mit beiden Parteien.

In Mecklenburg-Vorpommern wird es voraussichtlich keine Fortsetzung des rot-roten Bündnisses geben. Die SPD in dem Land entschied sich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU. Das teilte Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) am Abend in Güstrow mit. Die Spitzengremien der Partei hätten sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen. Hauptgrund seien die stabileren Mehrheitsverhältnisse einer großen Koalition, fügte Ringstorff hinzu.

Die SPD war bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 17. September mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp vor der CDU mit 28,8 Prozent als Sieger hervorgegangen. Die Linkspartei kam auf 16,8 Prozent. Eine rot-rote Koalition hätte lediglich eine Stimme Mehrheit im Landtag.

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