Koalitionsverhandlungen Zwei Milliarden Euro für mehr Wohnungen

Union und SPD haben bei ihren Koalitionsverhandlungen ein milliardenschweres Paket zur Schaffung von mehr Wohnraum beschlossen.
Update: 04.02.2018 - 13:41 Uhr Kommentieren
Nun wurde auch eine Einigung beim Wohnungsbau erzielt. Quelle: dpa
Koalitionsverhandlungen von Union und SPD

Nun wurde auch eine Einigung beim Wohnungsbau erzielt.

(Foto: dpa)

BerlinDie Unterhändler von Union und SPD haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen auf ein milliardenschweres Paket zur Schaffung von mehr Wohnraum geeinigt. Damit soll besonders der Mietenanstieg in Großstädten gedämpft werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Verhandlungskreisen in Berlin erfuhr, soll besonders der soziale Wohnungsbau gestärkt werden. Im Gespräch ist hierfür eine Summe von bis zu zwei Milliarden Euro bis 2021

Zudem soll mit Projekten wie einem „Baukindergeld“ für Familien und Investitionsanreizen für die Bauwirtschaft das Bauen von mehr Wohnungen erreicht werden – dieses Paket soll ebenfalls zwei Milliarden Euro umfassen. Zu wenig Wohnraum gilt als Hauptgrund für rasant steigende Mieten in den Ballungszentren Deutschlands. Die 15 Personen umfassende Chef-Runde von CDU, CSU und SPD musste die Vorschläge der Arbeitsgruppe Wohnen noch absegnen.

Ein „Baukindergeld“ soll vor allem für mittlere Einkommen neue Anreize schaffen, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Die Union hatte vorgeschlagen, dass künftig über einen Zeitraum von zehn Jahren ein „Baukindergeld“ in Höhe von 1.200 Euro je Kind und pro Jahr gezahlt wird, um Familien zu fördern. Zudem soll Städten und Gemeinden geholfen werden, damit sie an mehr günstiges Bauland kommen, eine Idee hierbei ist ein Vorkaufsrecht und Preisnachlässe für bundeseigene Grundstücke und Immobilien.

Teileinigungen hatten die potenziellen Koalitionäre am Samstag in den Bereichen Klima und Energie sowie Landwirtschaft erzielt. So wollen sie etwa drohende Diesel-Fahrverbote in Städten verhindern und den schleppenden Ausbau der Elektromobilität beschleunigen. Die geschäftsführende Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) räumte aber ein: „Wir wissen nicht, ob wir Fahrverbote werden vermeiden können.“ Eine vor allem von Umweltverbänden geforderte blaue Plakette sei in den Koalitionsverhandlungen kein Thema gewesen.

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  • dpa
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