Köhler fordert mehr Flexibilität bei Stellensuche
Köhler: Gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West nicht machbar

Die Gleichheit der Lebensverhältnisse in Deutschland ist laut Bundespräsident Köhler nicht möglich. Dazu benötige man einen untragbaren Subventionsstaat.

HB BERLIN.

Bundespräsident Horst Köhler hält die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost-und Westdeutschland für nicht machbar. Man müsse sich mit den unterschiedlichen Lebensverhältnissen innerhalb Deutschlands abfinden, das gelte von West nach Ost ebenso wie von Nord nach Süd, sagte Köhler dem Nachrichtenmagazin «Focus». Wer diese Unterschiede einebnen wolle, zementiere den Subventionsstaat und lege der jungen Generation eine untragbare Schuldenlast auf. «Wir müssen wegkommen vom Subventionsstaat», sagte der Bundespräsident.

Köhler forderte zugleich die Bürger Ostdeutschlands zu mehr Flexibilität bei der Suche nach einem Arbeitsplatz auf. Wer in seiner Heimat keinen Arbeitsplatz finden könne, müsse selbst entscheiden, ob er wegziehe oder dem Leben in der unmittelbaren Heimat den Vorzug vor der Verwirklichung der beruflichen Ziele gebe, sagte der Bundespräsident.

Köhler forderte neben weiteren Reformen den Abbau bürokratischer Vorschriften speziell in den neuen Ländern. Die Menschen im Osten bräuchten mehr Spielraum für ihre Ideen. Ganz Deutschland brauche die Menschen im Osten «für die Gestaltung einer guten Zukunft», so Köhler.

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