Kohle-Ausstieg
Grüne schärfen ihr Öko-Profil

Die Partei fordert einen Kohle-Ausstieg bis spätestens 2036. Bis dahin sollen auch Benziner sowie Diesel-Autos von der Straße verschwinden. Gleichzeitig sagen die Grünen ökologisch schädlichen Geldanlagen den Kampf an.

WeimarZum Auftakt der zweiten Hälfte der Legislaturperiode versuchen die Grünen, sich wieder stärker als die Ökopartei zu profilieren. Das waren sie vor der Bundestagswahl 2013 - bevor sie dann als Steuererhöhungspartei die Wahl verloren.
Neben der Integration der Flüchtlinge ist der Klimaschutz Hauptthema auf der Klausurtagung, zu der sich die Bundestagsfraktion traditionell noch bis Freitag in Weimar trifft. Neben der direkten Klimapolitik wollen sie über die Finanzmärkte Druck machen, um so Geld weg von fossilen Anlagen zu lenken.

Um dieses ökologische „Divestment“ zu beschleunigen, fordern sie Transparenz: Verbraucher sollen erkennen können „ob Aktiengesellschaften, Fonds, Versicherungen und Stiftungen ihr Geld verantwortungsbewusst in nachhaltige Investitionen stecken“, heißt es im Entwurf für die Abschlusserklärung von Weimar, die am morgigen Freitag verabschiedet werden soll und Handelsblatt Online vorliegt.

Um die Beschlüsse des Klima-Gipfels von Paris  in Deutschland umzusetzen, fordern die Grünen von der Bundesregierung vor allem, die Nachfrage von Elektroautos mit Kaufprämien anzukurbeln. 

Damit sowie mit einer Verdoppelung der Bus- und Bahnangebote wollen die Grünen binnen zwei Jahrzehnten aus dem Öl-getriebenen Verkehr aussteigen. In diese Richtung zielt beispielsweise das Wahlversprechen des grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Mittelfristig soll jeder Ort im Land stündlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Ebenfalls in 15 bis 20 Jahren wollen die Grünen aus der Kohle aussteigen und die Stromversorgung komplett auf Erneuerbare umstellen. 32 Prozent des Stroms stammt derzeit aus Erneuerbaren erreicht.
30 Jahre veranschlagt die Partei für die ökologische Nachrüstung des Gebäudebestandes, der für 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.
Die Grünen schnüren ein Paket „Faire Wärme“ für die Sanierung der Altbauten. Vorgesehen sind zur Nutzung erneuerbarer Wärme vor - auch für bestehende Gebäude. Vorbild ist auch hier das „Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz“ Baden-Württembergs.

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