Kohlendioxid-Zertifikate
Emissionsrechte-Einnahmen sollen in Entwicklungshilfe fließen

Der versprochene starke Anstieg der deutschen Entwicklungshilfe soll unter anderem durch die Versteigerung von Kohlendioxid-Zertifikaten finanziert werden. Dafür plädiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Informationen des Handelsblattes (Mittwochsausgabe) aus Regierungskreisen

HB BERLIN. Auch die große Mehrheit des Bundeskabinetts habe sich bei einer Debatte für diese Lösung ausgesprochen, die Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) vorgeschlagen hatte.

Die große Koalition plant, für die zweite Periode des Emissionshandels zehn Prozent der Kohlendioxid-Zertifikate zu versteigern. Die jährlichen Einnahmen für den Bund werden dabei ab 2008 auf 500 Millionen bis 800 Millionen Euro geschätzt. Ein Teil dieses Geldes soll nun offenbar verwendet werden, um die Entwicklungshilfeleistungen des Bundes wie versprochen bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen. Dagegen fordern die Energiepolitiker der großen Koalition, die Einnahmen aus der Versteigerung der Zertifikate für einen Energiesparfonds oder Entlastungen der mittelständischen Wirtschaft bei der Stromsteuer zu nutzen.

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