Kombilohn-Modell
DIW schlägt "Negativ-Steuer" vor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt die Einführung einer negativen Einkommensteuer vor, damit gering Qualifizierte mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

HB BERLIN. "Dabei würden Arbeitnehmer erst ab einer gewissen Grenze Steuern zahlen müssen. Wer darunter liegt, bekäme aus dem Steuersystem Zuschüsse - die gingen mit jedem zusätzlich verdienten Euro aber zurück", sagte der neuer Konjunkturchef des Instituts, Alfred Steinherr, dem Tagesspiegel.

Eine solche Lösung würde "jede Mange Bürokratie überflüssig machen". Zugleich würde die Beschäftigung gering Qualifizierter stark zunehmen, was wiederum die Sozialsysteme entlasten würde. Auch würde die Schwarzarbeit zurückgehen, die bereits 16 % der deutschen Wirtschaftsleistung ausmache.

Der Konjunkturexperte übte zugleich Kritik an den Ideen der Opposition im Wahlkampf. " Die wirtschaftspolitischen Vorschläge, die Union und FDP bisher auf den Tisch gelegt haben, sind nicht gerade ermutigend." Es fehle das Gesamtkonzept für die wirtschaftliche Modernisierung des Landes. "Ohne einen solchen Plan droht ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit", warnte der Ökonom.

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