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Kommentar: Operation Gutten-Back

Nach dem Strafverfahren soll das neue Leben des Karl-Theodor zu Guttenberg beginnen. Doch dem Schummel-Minister geht es nicht um einen ehrlichen Neuanfang, sondern nur um die Operation Gutten-Back.

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Handelsblatt-Redakteur Hannes Vogel.
Handelsblatt-Redakteur Hannes Vogel.

Eine neue Frisur, eine Rede in Halifax, ein Interviewbuch und nun ein Deal mit der Staatsanwaltschaft: Karl-Theodor zu Guttenberg werkelt mit aller Macht an seiner Rückkehr auf die große politische Bühne. Er will sein altes Leben hinter sich lassen. Mit dem Schlussstrich in der Plagiatsaffäre will er nun vollends ein neues Leben beginnen.

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Mit der Zahlung von 20.000 Euro ist der Ex-Verteidigungsminister juristisch aus dem Schneider: Er gesteht keine Schuld ein und schafft sich das lästige Verfahren vom Hals. Das „öffentliche Interesse an der Strafverfolgung ist damit beseitigt“, finden die Ermittler.

Doch Staatsanwaltschaft und Guttenberg machen es sich damit zu einfach. Der gefallene Schummel-Minister beginnt so keineswegs ein neues Leben. Glaubwürdigkeit kann man sich nicht kaufen, ein neues Leben kann man nicht mit Geld, sondern nur mit einer mutigen Entscheidung beginnen. Genau das hat Guttenberg versäumt.

Abschied in Bildern Guttenbergs letzter Zapfenstreich

  • Abschied in Bildern: Guttenbergs letzter Zapfenstreich
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  • Abschied in Bildern: Guttenbergs letzter Zapfenstreich
  • Abschied in Bildern: Guttenbergs letzter Zapfenstreich

Denn sein Umgang mit dem Strafverfahren ist nicht nur feige, er untergräbt seine Glaubwürdigkeit noch mehr als seine Doktor-Schummelei. Guttenberg bricht nicht mit seiner Vergangenheit - er setzt sie konsequent fort. Sicher, dass er den Medienrummel eines Strafverfahrens vermeiden wollte, kann ihm niemand vorwerfen. Auch nicht, dass er sich mit 20.000 Euro vergleichsweise billig von einer möglichen Verurteilung freikauft.

Doch ob er juristisch für das Plagiieren veruteilt worden wäre, ist gar nicht die Frage: Jeder, der seine Doktorarbeit mit zwei gesunden Augen gelesen hat, weiß, dass er sie zu großen Teilen von anderen abgeschrieben hat. Für Guttenberg wäre es bei einem Prozess also nicht darum gegangen das Verfahren, sondern seine Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Ein öffentlicher Prozess wäre zumindest ein Zeichen gewesen, mit dem er verlorenes Vertrauen hätte zurückgewinnen können, indem er sich endlich ehrlich seiner Verantwortung stellt - was er bislang nie getan hat.

Schummel-Dissertationen Das Ende der politischen Doktorspielchen

  • Schummel-Dissertationen: Das Ende der politischen Doktorspielchen
  • Schummel-Dissertationen: Das Ende der politischen Doktorspielchen
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  • Schummel-Dissertationen: Das Ende der politischen Doktorspielchen

Zur Erinnerung: „Es ist mir ein aufrichtiges Anliegen, mich an der Klärung der Fragen hinsichtlich meiner Dissertation zu beteiligen“ versprach Guttenberg bei seinem Rücktritt - Worte, die nun wie blanker Hohn klingen. Zudem begründetete der Verteidigungsminister seinen Rücktritt nicht mit seiner Doktor-Schummelei. Er könne er es nicht länger ertragen, dass die Diskussion um seine Dissertation den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten in Afghanistan überlagere, sagte Guttenberg. Er gestand nicht seine Verantwortung ein, sondern instrumentalisierte tote Soldaten, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Mit der Einstellung des Strafverfahrens geht er wieder denselben Weg.

Das zeigt, dass er zwar versucht ein neues Leben zu beginnen, aber immer noch ganz der Alte ist. Guttenberg geht weiter den Weg des geringsten Widerstandes: beim Verfassen seiner Doktorarbeit genauso wie bei ihrer juristischen Aufarbeitung. Der juristische Schlussstrich unter die Plagiatsaffäre ist damit kein wirklicher ehrlicher Neuanfang. Nur der Startschuss für die Operation Gutten-Back.

24 Kommentare

  • 24.11.2011, 18:10 UhrAnonymer Benutzer: Ein_Politologe

    Und es ist für mich noch bedenklicher das senile Rentner ohne jedes Wissen alles kommentieren müssen.

  • 24.11.2011, 16:19 UhrEnergieelite

    Auch wenn wir keine Dilettant wie Gabriel,Steinmeier,Trittin,Roth,Künast,Wagenknecht oder Lötzsch hätten
    die uns durch regelmäßige Adrenalinschübe die Zornesröte ins Gesicht treibt , ist der ruf nach Guttenberg sehr verständlich !
    Fehlt es den deutschen an Aktionisten , an Vordenker , an Leuten die Innovativ und Zukunftsorientiert das Wohl des Volkes, von denen sie gewählt wurden , im Auge behalten .
    Es fehlt an Politikern die auf Grundlage ihres Eides den sie zum Wohle des Deutschen Volkes ablegten , Politische Grundsätze treffen .
    Guttenberg ist einer den Deutschland dringend nötig hat !
    Natürlich ist er uns willkommen !!!

  • 24.11.2011, 10:18 UhrAnonymer Benutzer: kneipier

    Der Mann ist brandgefählich für unser Land.

    Er wird wieder platziert.

    Er ist ein Satrap der Besatzer und fühlt sich ausschliesslich den Transatlantikern verpflichtet. Ausserdem wurde er von der Atlantik- Bruecke e.V. als Young- Leader in die USA geschickt und dort ein Jahr lanf "gebrieft".

    Nicht umsonst wurde er mit 30 Lebensjahren in den Auswärtigen Ausschuss berufen.
    Alle Entscheidungen alsMinister schadeten dem Land und verwirklichte die Interessen Anderer.

    Das wahre Ausmass seines auf Hochverrat ausgerichteten Handelns ist dokumentiert im

    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html

    Von dieser Seite wird die Weiterverbreitung gewünscht.

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