Herr Goffart hat nicht verstanden, warum die FDP bei der letzten Wahl so erfolgreich war. Man hat sich erhofft, dass die FDP die letzte nicht sozialdemokratische Partei sei. Dabei wurde die FDP eher trotz Westerwelle gewählt als wegen ihm, denn seine persönlichen Defizite sind seit langem erkennbar und ein grosser Denker ist er auch ist. Diese Erwartungen hat die FDP enttäusucht, daher der Abstieg.
Genauso sehe ich das auch. Denn nur in der Opposition konnte die FDP genau die Brennpunkte erkennen, die der Wähler angepackt wissen wollte. Und was kam am Ende dabei raus? Kaum war die FDP in der Regierung hatte Westerwelle nur noch ein Ziel: "Ich will der Außenminister sein. Die ganze Welt soll mich als großen Politiker kennenlernen."
Hätte er seine Wähler nicht betrügen wollen, dann hätte nur das Amt des Finanzministers von Westerwelle besetzt werden müssen. Wie sollte er uns als Außenminister die versprochenen Steuersenkungen bringen können? Die FDP hat gezeigt, dass das Mitmischen in der Regierung eine Nummer zu groß für diese Partei ist. Diese Fehler haben die FDP unwählbar gemacht. Denn was soll der Wähler jetzt noch von der FDP erwarten können? Die FDP war doch schonmal am Drücker und hat nichts gebracht! Warum den Haufen nochmal wählen? Klar ein paar Dumme finden sich immer. Aber wer denken kann, tut sich die FDP nicht mehr an. Aber genauso gut weiß der der denken kann jetzt garnicht mehr, wen er noch wählen kann.
Marschallplan find ich gut. Dann sollen diese selstlosen Politiker ihre Parteikassen leeren und diesen Plan finanzieren und nicht mit Steuergeldern.
Steuersenkungen wären zwar nett (und bei solider Haushaltsführung auch möglich) gewesen, statt dessen wäre aber auch eine Steuerstrukturreform ein toller Einstieg gewesen. Schäuble tut einfach nichts. Unser Steuersystem wird nach 4 Jahren Schwarz-Gelb noch genauso idiotisch kompliziert sein wie zuvor. Danke, Guido, für den Verzicht aufs Finanzministerium!