Kommunalwahl in Schleswig-Holstein
Schwere Schlappe für die großen Parteien

Die Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein haben den großen Parteien am Sonntag starke Verluste und den kleinen überraschende Gewinne eingebracht. Eine schwere Schlappe erlitt vor allem die CDU, die in den großen Städten durch die Bank zweistellige Verluste erlitt und nach einer Schätzung des Wahlleiters landesweit von 50,8 auf 40,1 Prozent abstürzte.

HB KIEL. In den beiden größten Städten Kiel und Lübeck verlor die CDU ihre Position als stärkste Partei mit Pauken und Trompeten. Die im Land in einer Großen Koalition zusammen regierenden CDU und SPD attackierten sich am Wahlabend gegenseitig.

Nach der Schätzung des Landeswahlleiters büßte die CDU in den Landkreisen und kreisfreien Städten insgesamt 10,7 Prozentpunkte ein, blieb aber klar stärkste Partei vor der SPD. Diese rutschte demnach noch unter ihr Rekordtief von 2003 - von 29,3 auf 25,7 Prozent. Auf Anhieb erfolgreich war dagegen die Linkspartei mit landesweit 7,3 Prozent.

Der Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Carstensen zeigte sich am Wahlabend „sehr enttäuscht“ über das schlechte Abschneiden seiner Partei. Die Verluste von mehr als zehn Prozentpunkten bezeichnete er als „Erdrutsch“. Den SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner attackierte Carstensen scharf: „Sie haben dazu beigetragen, dass die Linke im Norden hoffähig geworden ist“, sagte der CDU-Politiker, der das Wahlergebnis nicht als persönliche Niederlage wertete. In den großen Städten übertraf die Linke am Sonntag vielfach noch deutlich ihr Landesergebnis von gut sieben Prozent.

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