Kommunalwahlen in NRW
Wahlbeteiligung geht seit Jahren zurück

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen lag vorläufigen Angaben zufolge niedriger als bei der vorangehenden Wahl im Jahr 1999.

HB DüSSELDORF. Die Beteiligung an den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen geht seit den 60er Jahren kontinuierlich zurück. Einzige Ausnahmen waren die Jahre 1975 und 1994, als die Kommunalparlamente am Tag der Bundestagswahl gewählt wurden und die Wahlbeteiligung auf über 80 % stieg. Vor fünf Jahren kamen mit 55 % so wenige Wähler in die Stimmlokale wie bei keiner Kommunalwahl zuvor. In diesem Jahr lag die Wahlbeteiligung nach vorläufigen Angaben der Landeswahlleiterin bei 53,5 %.

Besonders betroffen von der hohen Wahlenthaltung war 1999 die SPD. In ihren Hochburgen im Ruhrgebiet kamen besonders wenige Wähler an die Urnen. In Essen, Gelsenkirchen und Hagen, wo die CDU der SPD die Rathäuser abnahm, betrug die Wahlbeteiligung damals nicht einmal 50 %. In den ländlichen Regionen, in denen die CDU siegte, stimmten dagegen mehr als 60 % der Wahlberechtigten ab. In diesem Jahr konnte die SPD in Teilen des Reviers wieder zulegen.

Der Rückgang der Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen wird bundesweit beklagt. Den historischen Tiefpunkt aller Kommunalwahlen markiert Sachsen-Anhalt im Juni 2004 mit nur 42,2 % Beteiligung. Auch im Westen geht die Wahlbeteiligung stark zurück. In Baden-Württemberg gaben zuletzt nur 52,8 % der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

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