Kommunen hoffen Richtungswechsel
AKW-Standorte wittern "Morgenluft"

Kommunen mit Atomkraftwerken wollen eine Neubewertung der Kernkraft. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die betroffenen Bürgermeister längere Laufzeiten und wettern gegen die Energiepolitik der rot-grünen Bundesregierung.

HB OBRIGHEIM. „Wir wittern Morgenluft“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises der Standortgemeinden kerntechnischer Anlagen in Deutschland und Bürgermeister von Gundremmingen, Wolfgang Mayer (Freie Wähler) zum Abschluss der jährlichen Arbeitstagung in Obrigheim. Rund 30 Kommunalpolitiker hatten dort die Zukunft der Atomenergie erörtert.

„Sicherheitstechnisch einwandfreie Kernkraftwerke müssen so lange laufen wie im Rahmen der Versorgungssicherheit geboten und verantwortbar“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung der Bürgermeister. Auch müssten Transporte von Brennelementen in die Zwischenlager Gorleben und Ahaus wieder genauso möglich sein wie Rücktransporte aus Sellafield und La Hague.

Zudem müsse Berlin für „atomkonsensgeschädigte Standorte“ wie Stade und Obrigheim ein Hilfsprogramm auflegen, das dem Verursacherprinzip gerecht werde. Wer Betreiber zu einer vorzeitigen Stilllegung zwinge, müsse die Verantwortung tragen. Das am 11. Mai aufgrund des Atomkonsenses abgeschaltete Kernkraftwerk Obrigheim sei ein „Exempel für eine verfehlte Energiepolitik des Bundes“, hieß es in der Erklärung. Sicherheitstechnisch wäre dies nicht nötig gewesen.

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