Kommunen überfordert
60 Prozent mehr Flüchtlinge in Deutschland

Die Flüchtlingswelle nach Deutschland reißt nicht ab. Viele Kommunen beklagen, dass der Zustrom von Asylbewerbern sie überfordert. Innenminister Thomas de Maiziere appelliert an die EU.
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BerlinDie Zahl der in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge steigt immer weiter an. Bis Ende September hätten 136.039 Menschen Asyl beantragt, teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch mit. Dies seien knapp 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum August stieg die Zahl um 7,1 Prozent und zum Vorjahresmonat um 41,5 Prozent.

Die meisten Personen stammen aus Syrien und Eritrea, gefolgt von Serbien und Afghanistan.

Innenminister Thomas de Maiziere rechnet für das Gesamtjahr mit rund 200.000 neuen Flüchtlingen in Deutschland – nach 130.000 im Jahr 2013.

Der CDU-Politiker fordert daher eine bessere Verteilung in der EU. Er beklagt, dass sich nur zehn EU-Staaten an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligten.

Schweden und Deutschland nähmen die Hälfte der in Europa ankommenden Asylbewerber auf. Vor allem viele Kommunen klagen, der Zustrom von Asylbewerbern überfordere sie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kommunen überfordert: 60 Prozent mehr Flüchtlinge in Deutschland"

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  • Es sind keine Flüchtlinge, sondern nur Gäste , die auf Einladung unseres Bundespräsidenten Gauck kommen. "Wie sind ein reiches Land" und können daher Gäste vertragen.

  • Selber handeln ist angesagt. Nicht immer auf andere verweisen, sie "nichts"tun. Wir unterstützen die "reichen, arbeitsscheuen" Geschleusten. Warum ist Australien nicht unser Vorbild??? Schämen sich unsere gewissenlosen Politiekr nicht??? Wieso handeln unsere Politiker nur noch nach dem MOtto: Deutschland schaden!!!?

  • @ Ylander Ylander

    „Sie müssen spätestens an der Grenze abgefangen und sofort zurückgeschickt werden, bzw. auf den Flughäfen.“

    Solange die italienische Regierung einen Landungsbootkreuzer im Mittelmeer fahren, „Flüchtlingsboote“ finden und deren „Passagiere“ rettet, nach Italien und nicht in den Starthafen zurück bringen läßt, wird dieses Problem weiterhin bestehen. Ebenso der Transfer dieser „Flüchtlinge“ nach Nordeuropa, was einen klaren Verstoß gegen alle EU-Verträge bezüglich der Behandlung dieser „Flüchtlinge“ darstellt. Dieses Verhalten sollte die intensive Grenzkontrolle durch die Bundespolizei rechtfertigen und zwar an allen Grenzen.

    „Weiters müssen wir alle Soziallesitungen sofort einstellen.“

    Das ist nach dem Asylbewerberleistungsgesetz nicht möglich und die in Deutschland ansässigen NGO, wie z.B. pro Asyl, werden alles tun, um dieses Gesetz in Kraft zu behalten, denn Asylbewerber sind deren „Lebensaufgabe“.

    „Es muss alles getan werden, Deutschland für Flüchtlinge unattraktiv zu machen.“

    Dies ließe sich durch verkürzte Asylverfahren und sofortige Abschiebung nach Antragsablehnung, erreichen. Allein, es fehlt der politische Wille und die Durchsetzungskraft gegen die dann moralisierenden NGOn und sonstige Gutmenschen aus Politik und Kirche.

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