Kommunistische Plattform lehnt Auflösung der PDS ab
PDS für Lafontaine auf offener Liste der Partei

Mecklenburg- Vorpommerns stellvertretender Ministerpräsident Methling ist für eine Kandidatur Lafontaines auf der PDS-Liste. Auch Mitglieder der Wahlalternative sollten sich dort aufstellen lassen, so der PDS-Politiker.

HB BERLIN. Der PDS-Politiker Wolfgang Methling befürwortet eine Kandidatur von Oskar Lafontaine auf einer offenen PDS-Liste für die Bundestagswahl. Er habe damit «keine Probleme», sagte der stellvertretende Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern der Chemnitzer «Freien Presse». Die politischen Positionen, die der frühere SPD-Chef öffentlich vertrete, könne er voll akzeptieren. Niemand erwarte, dass Lafontaine bei einer Kandidatur auf einer PDS-Liste deren Parteiprogramm übernehme.

Aus zeitlichen Gründen komme nur noch eine Listen-Lösung mit der PDS in Frage, die auch Mitglieder der «Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit» (WASG) nutzen sollten, sagte Methling. Wegen des Wahlrechts sei diese Variante alternativlos.

Auch die Sprecherin der Kommunistischen Plattform (KPF) innerhalb der PDS, Sahra Wagenknecht, plädierte dafür, der WASG offene Listenplätze anzubieten. Wenn es der Wahlalternative wirklich ernst damit sei, dass es im nächsten Bundestag eine starke Linke geben müsse, sollte sie das PDS-Angebot annehmen, sagte die PDS-Europaabgeordnete.

Auch die PDS habe ein Interesse daran, dass es keine konkurrierenden Kandidaten im linken Spektrum gebe. Wagenknecht warnte vor einer Vereinigung mit der WASG, bei der die PDS einen anderen Namen annehme und sich damit auch inhaltlich aufgebe. Das sei ein «riesengroßer Fehler und nichts anderes als Harakiri».

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