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Kompromiss: Enquetekommission soll bei Endlagersuche helfen

Erfolg für Altmaier: Ein Atommüllendlager-Suchgesetz ist nach dem Kompromiss mit der rot-grünen Landesregierung vom Sonntag noch vor der Bundestagswahl möglich. Doch Umweltverbände fühlen sich vor den Kopf gestoßen.

Seit 1977 gab es die einseitige Konzentration auf Gorleben. Ein Untersuchungsausschuss im Bundestag prüft, ob es bei der damaligen Auswahl von Gorleben zu Fehlern gekommen ist. Quelle: dpa
Seit 1977 gab es die einseitige Konzentration auf Gorleben. Ein Untersuchungsausschuss im Bundestag prüft, ob es bei der damaligen Auswahl von Gorleben zu Fehlern gekommen ist. Quelle: dpa

BerlinEs gibt in der Gesellschaft viele umstrittene Großprojekte - nicht nur Stuttgart 21 oder der Bau neuer Großflughäfen. Doch keines davon hat auch nur ansatzweise die Dimension des seit 35 Jahren überfälligen Endlagers für deutschen Atommüll. Und seit 35 Jahren streiten Experten und Politik darüber, ob der Salzstock im niedersächsischen Gorleben der geeignete Standort ist, um den mindestens noch eine Millionen Jahre strahlenden Müll aus den hiesigen Atomkraftwerken dauerhaft aufzunehmen.

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Der sich jetzt abzeichnende Kompromiss über die Einsetzung einer Enquetekommission bedeutet für Gegner und Kritiker des Gorleben-Projektes eine Atempause, aber noch lange keine Entwarnung. Bevor die zugesagte bundesweite und ergebnisoffene neue Suche nach einem Atommüll-Endlager beginnt, soll diese Kommission im gesellschaftlichen Konsens die Kriterien dafür erarbeiten: Wann ist ein Standort geeignet - und wann nicht? Welche Mindeststandards sind einzuhalten? Und: Muss der eingelagerte Müll unter Umständen auch rückholbar sein?

Mit am Tisch der 24-köpfigen Enquetekommission: Umweltverbände, Wissenschaft und Politik, Kirchen, Wirtschaft und Gewerkschaften. Der Kompromissvorschlag, den Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Sonntag nach einem Treffen in Berlin überraschend präsentierten, könnte Schule machen auch für andere Gesellschaftskonflikte. Bevor Großplanung beginnt, umkämpfte Castoren rollen oder Bagger kaum rückholbare Baumaßnahmen einleiten, wird zunächst ein breiter Konsens gesucht.

  • 25.03.2013, 15:18 Uhrvandale

    ich meine in Asse ist man mit ähnlicher Sorgfalt vorgegangen wie in der Raumfahrt.

    Vandale

  • 25.03.2013, 15:15 Uhrvandale

    Ihrem ökologischen Glauben kann ich nur ein wenig Ingenieurskenntnisse entgegenstellen.

    Meines Wissens ist ein Castorbehälter ein wenig schwer für die Raumfahrt. Er würde gem. der altmodischen Physik bei einem Eintritt in die Atmoshäre verglühen.

    Asse ist nach internationalen Massstäben overdone. Gibt es denn irgend etwas was abseits der bekannten Oekopropaganda gegen Asse spricht?

    Vandale

  • 25.03.2013, 14:51 Uhrmargrit117888

    Kirche und Politik sowie diese grünen Umweltverbände gehören nicht in so eine Kommission
    Da gehören endlich mal wirkliche Fachleut hin und sonst niemand

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