Konjunktur-Aufschwung
Metallbranche fehlen 150.000 Fachkräfte

In der Metall- und Elektroindustrie mehrt sich seit Jahresbeginn deutlich die Zahl der unbesetzten Stellen. Gesamtmetall-Chef Kannegieseser beklagt die mangelnde Mobilität und Qualifizierung der Arbeitssuchenden.

HB BERLIN. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit sind in der Metall- und Elektroindustrie derzeit Tausende Stellen unbesetzt. «Die Unternehmen in unserer Branche suchen rund 150.000 Mitarbeiter», sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser der «Bild am Sonntag». Die Zahl der unbesetzten Stellen ist damit seit Anfang des Jahres um über ein Drittel gestiegen.

Gesucht werden dem Bericht nach unter anderem Installateure, Schlosser, Maler, Maurer, Mechaniker, Elektriker, Bürohilfskräfte und Warenkaufleute. Besonders groß ist die Nachfrage in Süddeutschland. Ein Grund für den Anstieg ist die Belebung der Konjunktur in Deutschland. Gesamtmetall habe das Wachstum in der Metall- und Elektroindustrie in diesem Jahr von 3 auf 3,5 Prozent erhöht, heißt es weiter. Kannegiesser erklärte: «Die wachsende Zahl von nicht besetzten Jobs zeigt, dass die Beschäftigung in der Metall- und Elektroindustrie wieder Grund unter den Boden kriegt.»

Ursachen für den Mangel an Fachkräften sind nach Worten von Kannegiesser fehlende Mobilität mancher Arbeitssuchender wie auch deren mangelnde Qualifizierung. «Angesichts der unvermindert hohen Arbeitslosigkeit und des Rückgangs der Beschäftigung dürfen wir solche Chancen nicht verschenken, sondern müssen sie mit Qualifizierung und Beweglichkeit nutzen», forderte Kannegiesser.

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