"Konjunktur beflügelt"
Clement: Trendwende am Arbeitsmarkt zum Greifen nah

Im Zuge des Konjunkturwachstums erwartet Wirtschaftsminister Clement eine baldige Kehrtwende am Arbeitsmarkt. Für die Gesamtsituation im Osten rechnet er bis 2019 mit einer Verbesserung auf Westniveau.

HB BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) rechnet in absehbarer Zeit mit einer deutlichen Besserung der Situation am deutschen Arbeitsmarkt. «Wir haben die Talsohle hinter uns», sagte er der «Welt am Sonntag». Nach den Jahren der Stagnation gebe es jetzt «erstmals wieder ein wirtschaftliches Wachstum von 1,5 bis 2 Prozent». «Wenn jetzt nicht nur der Export, sondern auch die Binnenkräfte in Fahrt kommen, werden wir bald auch eine Trendwende am Arbeitsmarkt erleben», fuhr Clement fort. Dafür spreche «im Moment Einiges».

Zudem ist der Wirtschaftsminister dem Bericht zufolge davon überzeugt, dass sich der Lebensstandard im Osten bis 2019 dem Niveau des Westens annähern werde. «Der Solidarpakt II geht bis zum Jahr 2019. Bis dahin werden nach meiner Meinung annähernd gleichwertige Lebensverhältnisse mit gleichartigen Chancen in Ost und West erreichbar sein», sagte Clement. Bereits jetzt seien «etliche Regionen Ostdeutschlands weiter, als manche Bilder und Demonstrationen uns glauben machen» könnten.

Wie bereits Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beklagte auch Clement die Mitnahmementalität der Deutschen: «Der Bundeskanzler hat von einer wachsenden Neigung gesprochen, öffentliche Mittel auch dann in Anspruch zu nehmen, wenn man ihrer nicht bedarf. Und damit hat er zweifellos Recht.» Es gebe «eine Mentalität des Mitnehmens, des Abkassierens, die teils illegal, in jedem Fall aber unmoralisch» sei, fügte er hinzu. Diese Mentalität lasse sich offensichtlich in allen Bevölkerungsschichten nachvollziehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%