Konjunktur
Deutsche Wirtschaft legt zu

Gute Nachrichten zur Konjunktur in Deutschland: Trotz der schwachen Weltwirtschaft steigt der Einkaufsmanagerindex überraschend um 0,7 Punkte. Der Zuwachs ist vor allem den Dienstleistern zu verdanken.

BerlinDie deutsche Wirtschaft geht ungeachtet der Terroranschläge von Paris und der flauen Weltkonjunktur mit Schwung in den Jahresendspurt. Der gemeinsame Einkaufmanagerindex für Industrie und private Dienstleister kletterte im November überraschend um 0,7 auf 54,9 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu ihrer Umfrage unter 1000 Unternehmen mitteilte. Die meisten Antworten gingen nach den Pariser Anschlägen ein. Bereits ab 50 Punkten signalisiert das Barometer ein Wachstum.

„Das Wirtschaftswachstum hat sich in Deutschland im November weiter beschleunigt“, erklärte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Ein Grund dafür seien steigende Aufträge. „Unterm Strich verbuchten die Unternehmen beim Neugeschäft sogar das höchste Plus seit zwei Jahren“, sagte Kolodseike.

„Und es sieht ganz danach aus, als ob die Unternehmen auch in den kommenden Monaten gut zu tun haben werden“, sagte der Experte. Denn die Auftragsbestände legten mit einer der höchsten Raten der vergangenen viereinhalb Jahre zu. Das belebt auch den Arbeitsmarkt. „Der Jobaufbau fiel wegen der guten Nachfrageperspektiven so stark aus wie seit Dezember 2011 nicht mehr“, sagte Kolodseike.

Die gute Entwicklung ist vor allem den Dienstleistern zu verdanken. Hier kletterte das Barometer überraschend um 1,1 auf 55,6 Punkte, den besten Wert seit mehr als einem Jahr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 54,3 Zählern gerechnet. Dagegen legte das Industrie-Barometer nur um 0,5 auf 52,6 Zähler zu. Hier hatten Experten einen leichten Rückgang vorhergesagt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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