Konjunktur
Regierung senkt Wachstumsprognose leicht

Die Bundesregierung korrigiert ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr nach unten – jedoch nur leicht. Die anhaltende gute Wirtschaftslage wird vor allem durch drei Faktoren getragen.

Berlin Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr moderat abgesenkt. Statt der im Frühjahr erwarteten 1,8 Prozent steige das Bruttoinlandsprodukt 2015 voraussichtlich um 1,7 Prozent, teilte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Mittwoch in Berlin mit. Für das kommende Jahr rechnet die Regierung demnach weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich „trotz der gedämpften weltwirtschaftlichen Perspektiven mit einem schwächeren Wachstum in China und in rohstoffreichen Schwellenländern auf einem guten Weg“, betonte Gabriel. Das Wachstum werde vor allem getragen durch die gute Lage am Arbeitsmarkt, steigende Einkommen und die Kauflaune der Verbraucher.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten vor einer Woche in ihrem Herbstgutachten bekanntgegeben, dass sie keinen Einbruch der deutschen Konjunktur in Folge der VW-Krise erwarten. Für dieses Jahr revidierten sie ihre Wachstumserwartungen leicht von 2,1 auf nunmehr 1,8 Prozent nach unten. 2016 soll die deutsche Wirtschaft ebenfalls um 1,8 Prozent zulegen. Das erfuhr das Handelsblatt aus mit dem neuen Herbstgutachten der Institute vertrauten Kreisen. Das Gutachten wird am Donnerstag veröffentlicht.

Die hohe Zahl an Flüchtlingen, die ab dem kommenden Jahr auch zunehmend auf den Arbeitsmarkt drängen, wird dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit 2016 erstmals seit Jahren wieder steigen wird, so das Gutachten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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