_

Konjunktur: Schwan verteidigt Manager gegen Kritik

Die SPD-Bundespräsidentenkandidatin Gesine Schwan ist mitten im Wahlkampf. Da verwundert es eigentlich nicht, dass sie auch mal Positionen vertritt, mit denen sie quer zu den Sozialdemokraten liegt. So nahm sie jetzt bei einem Besuch in München Manager gegen Pauschalkritik in Schutz.

Nicht alle Manager sind schlecht, meint Gesine Schwan. Quelle: dpa
Nicht alle Manager sind schlecht, meint Gesine Schwan. Quelle: dpa

HB MÜNCHEN. „Einfach nur den Managern vorzuwerfen, sie hätten sich schlecht benommen, wäre keine wirklich gute Analyse“, sagte Schwan am Mittwoch in München. Die Globalisierung beruhe auf der Idee des Freihandels, und Grundidee des Freihandels sei, „gemeinsam Grenzen niederzureißen“, sagte Schwan. Die Krise habe viele Ursachen - soziale, ökologische, kulturelle und ökonomische.

Anzeige

Wichtig sei ein „gemeinsamer neuer Anfang“ einschließlich der Wirtschaft. Schwan wandte sich gleichzeitig gegen die bislang in der Finanzbranche übliche „entfesselte Konkurrenz“. Sie forderte ein grundlegendes Umdenken.

Schwan besuchte einen Monat vor der Bundespräsidentenwahl die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen. Nach deren Angaben kamen auch mehrere Abgeordnete der Freien Wähler zu dem Termin. Schwan will aber nicht aktiv um Stimmen der Freien Wähler werben, die mit zehn Wahlmännern und -frauen in der Bundesversammlung am 23. Mai zum Zünglein an der Waage werden könnten. „Ich werde nicht in irgendwelche Personen dringen“, sagte sie.

Die Landtagsfraktion der Freien Wähler in Bayern hat sich zwar für den Unions-Kandidaten und Amtsinhaber Horst Köhler ausgesprochen, dennoch gibt es Zweifler..

  • Die aktuellen Top-Themen
Die Linke: Ulrich Maurer greift Parteispitze an

Ulrich Maurer greift Parteispitze an

In der Linken mehrt sich der Protest gegen die Parteispitze und den Zustand der Partei. Fraktionsvize Ulrich Mauer fordert eine radikale Verjüngungskur - und mehr Frauen. Denn in diesem Punkt hapert es gewaltig.

Gastkommentar: Die CDU muss weiter nach links rücken

Die CDU muss weiter nach links rücken

Nach der NRW-Wahl muss die Union neue Prioritäten setzen: Sie muss auf die Sorgen der Menschen reagieren. Sonst verliert sie noch mehr Vertrauen - und ihren Status als Volkspartei.

Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.