Konjunkturellen Schock vermeiden
Institut sieht Aufschwung durch Finanzpolitik bedroht

Dem Aufschwung in Deutschland droht nach Einschätzung des gewerkschaftsnahen Instituts IMK im kommenden Jahr ein herber Rückschlag durch die Finanzpolitik. Hauptgrund hierfür sei nicht nur die Mehrwertsteuererhöhung.

HB BERLIN. Das Wirtschaftswachstum werde voraussichtlich auf 1,3 Prozent von 2,3 Prozent in diesem Jahr einbrechen, hieß es am Montag in der neuen Prognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung.

Hauptgründe für die geringere Dynamik seien die Mehrwertsteuererhöhung, aber auch höhere Zinsen in der Euro-Zone. „Der Wachstumseinbruch wird nicht nur eine Delle verursachen, sondern die Konjunktur in Deutschland auch längerfristig belasten, weil er den gerade begonnenen Beschäftigungsaufbau wieder erlahmen lässt.“

So sinke die Arbeitslosigkeit bis Ende 2006 deutlich um etwa 330 000 Personen auf eine Quote von 10,4 Prozent, schrieben die Forscher. Im kommenden Jahr werde die Zahl aber nur noch geringfügig weiter zurückgehen - um etwa 140 000 Personen auf eine Quote von 10,1 Prozent. „Die Erhöhung der Mehrwertsteuer beschert uns eben nicht nur eine konjunkturelle Delle, sondern einen massiven Blechschaden, der sich nicht so rasch wieder reparieren lässt“, sagte IMK-Direktor Gustav Horn.

Die Beschäftigungs- und Einkommenseffekte würden spürbar bis in das Jahr 2008 hineinwirken. „So wird der ohnehin nur sehr geringe Anstieg der Realeinkommen noch weiter reduziert“, monierte er. Die Bremswirkung durch die Finanzpolitik behindere aber auch die von der Regierung angestrebte Reduzierung der Staatsschulden, schrieben die Forscher.

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