Konjunkturentwicklung
Schäuble erwartet geringere Neuverschuldung

Die gute Konjunkturentwicklung wird sich nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble positiv auf die Staatsverschuldung auswirken. Die Neuverschuldung soll den im Haushalt veranschlagten Wert um mehr als 20 Milliarden Euro unterbieten.
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HB MANNHEIM. Die Bundesregierung muss nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wegen der guten Konjunkturentwicklung in diesem Jahr vermutlich deutlich weniger Schulden machen als befürchtet. „Wir werden dieses Jahr wohl ein ganzes Stück weit unter 60 Mrd. Euro bei der Neuverschuldung bleiben“, sagte Schäuble am Montag in Mannheim.

Ursprünglich hatte die Regierung mehr als 80 Mrd. Euro erwartet und so in die Haushaltsplanung 2010 geschrieben. Schäuble hatte sich vergangene Woche bei der Beratung des Bundestages über den Etat 2011 bereits ähnlich geäußert.

Der CDU-Politiker gab sich angesichts der guten Konjunkturentwicklung in diesem Jahr bei seiner Rede am Mannheimer Institut für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zuversichtlich, dass Deutschland schneller aus der Krise kommen kann als erwartet. Nach „drei Prozent (Wirtschaftswachstum) oder sogar darüber in diesem Jahr“, sei trotz einer wahrscheinlichen Wachstumsdelle im kommenden Jahr, ein nachhaltiger Weg aus der Krise mit Wachstumsraten von 1,5 bis zwei Prozent machbar.

„Vielleicht schaffen wir das Vorkrisenniveau schon 2012 wieder“, sagte Schäuble. Die Bundesregierung und die Bundesbank gehen bislang offiziell davon aus, dass Deutschland erst 2013 wieder mit einem Tempo wachsen kann wie vor der 2007 ausgebrochenen Finanz- und Wirtschaftskrise.

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