Deutschland

_

Konjunkturrisiken: Arbeitgeber kritisieren Schäubles Etat

exklusivMehr Ehrgeiz bei der Haushaltskonsolidierung fordert Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Es drohten „erhebliche Konjunkturrisiken“ aus der Euro-Krise.

Geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht: Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Quelle: dapd
Geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht: Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Quelle: dapd

Mit deutlichen Worten kritisieren die Arbeitgeber die Haushaltspolitik der Bundesregierung. „Ich halte mehr Ehrgeiz bei der Haushaltskonsolidierung für unbedingt erforderlich“, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt dem Handelsblatt.

Anzeige

„Es ist enttäuschend, dass die Bundesregierung trotz sprudelnder Steuereinnahmen, einem Höchststand der Erwerbstätigkeit und einem Tiefststand der Zinssätze von 2013 bis 2016 weitere 36 Milliarden Euro Schulden aufnehmen will“, so der Arbeitgeberpräsident. Es drohten „erhebliche Konjunkturrisiken“ aus der Euro-Krise.

Hundt verlangte von der schwarz-gelben Koalition, spätestens 2015 einen Haushalt ohne Neuverschuldung vorzulegen. Dies sei möglich, wenn die Koalition ihr Sparprogramm aus dem Jahr 2010 vollständig umsetze und auf neue Sozialleistungen verzichte.

„Das gilt insbesondere für das unsinnige Betreuungsgeld, das nicht nur finanzpolitisch unverantwortlich ist, sondern darüber hinaus auch ein schwerer bildungs- und arbeitsmarktpolitischer Fehler wäre“, sagte Hundt.

  • 28.06.2012, 14:35 Uhrgerda.kraewinkel

    Hier kann ich Herrn Hundt nur zustimmen.Es wird immer mehr Geld ausgegeben,anstatt mal endlich reinen Tisch zu machen.
    Bei den " Einnahemen " dürften erstmal keine zusätzlich Schulden gemacht werden,sondern es müsstewn Zusätzlich Schuldentilgung vorgenommen werden.Wenn Die so weitermachen mit dem €uro dann,könnten wir froh sein,wenn schon Schulden getilgt wären.Schäuble & Co.predigen den Anderen Enthaltun,Haushaltkonsolidierung und Sparen,Sparen Sparen.Und was tut ER.Herr Schäuble denkt garnicht daran selbt und im Interees von Deutschland und damit Seinen ??? Bürgern zu Sparen und zu Konsolidiere.( Scheinbar sind das Fremdworte für Ihn und Co )bei sich Selbst mit gutem Beispiel voran gehen,das wäre mal schön.Aber darauf warte ich schon seit der Regierungsübernahme.Jetzige FDP pfui,pfui. Zum Applaudieren,werden wir wohl nicht mehr kommen.Wenn Schäuble & Co.so weitermachen,können wir uns bald in Sack und Asche packen.

  • 28.06.2012, 13:06 UhrMaWo

    @ einfacherSteuerzahler,
    es geht noch viel einfacher:
    Jede Eigenverantwortung entfällt für Pflichtversicherte und Selbständige, die dafür als Beamte eingestuft werden.
    Da Pensionen immer noch "als Manna vom Himmel fallen", entstehen auch keine Kosten für den Staatshaushalt - oder?!

  • 28.06.2012, 10:28 UhreinfacherSteuerzahler

    habe bessere Ideen:
    - Kürzung der Subventionierung unserer Rentner, z.B. indem man diese den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen lässt: ca. 4-5 Mrd EUR
    - Halbierung der Zuschüssen an die Kranken- und Pflegeversicherungen: ca. 6 Mrd EUR
    - Streichung des Kita-Ausbauprogramm: ca. 2-3 Mrd EUR
    - Streichung Betreuungsgeld: 750 mio EUR
    - Schliessung von Ministerien und Behörden, Personalabbau: ca. 2-4 Mrd EUR
    - Stopp mit der Energiewende
    - Stopp der Entwicklungshilfe, der Filmförderung, Verbot der Beieinflussung der Bürger durch mit Steuergeldern finanzierte Kampagnen
    viele weitere Ideen liessen sich noch nennen ...

  • Die aktuellen Top-Themen
Obamas Besuch in Berlin: Warum wir Amerika lieben

Warum wir Amerika lieben

Guantanamo, Drohnen, Abhörskandal: Politisch machen es uns die USA gerade nicht einfach, das Land zu mögen. Gibt es trotzdem Gründe, Amerika und die Amerikaner zu lieben? Wir finden ja!

Brasilien: Regierung will Proteste mit Spezialeinheiten ersticken

Regierung will Proteste mit Spezialeinheiten ersticken

In Brasilien gehen die Proteste mit verminderter Intensität weiter. Schwerpunkt diesmal: São Paulo, wo es am Rande eines friedlichen Marsches Randale gab. Die Regierung will nun mit härteren Mitteln vorgehen.

„Auch EU muss mehr tun“: IWF ruft Spanien zu weiteren Reformen auf

IWF ruft Spanien zu weiteren Reformen auf

Spaniens Arbeitslosigkeit ist für den IWF nicht hinnehmbar. Er fordert das Land auf, sein Haushaltsdefizit zu reduzieren und die Flexibilität des Arbeitsmarktes zu erhöhen. Aber auch die Europäische Union muss handeln.

Spezialblog Warum Brüderle das Denken sein lassen sollte

Es gibt ein Forum, das nennt sich Trainertalk. Dort können sich verzweifelte Übungsleiter mit Fragen wie "Was mache ich, wenn mein Stürmer nicht mehr trifft?" an die Kollegen wenden. Auch die FDP hat eine Sturmspitze, die in den Strafräumen... Von Stefan Kaufmann. Mehr…