Kontopfändung bei Beatrix von Storch
AfD-Vize scheitert mit GEZ-Boykott

Beatrix von Storch ist mit ihrem GEZ-Boykott vorerst gescheitert. Weil sich die AfD-Vize-Chefin weigerte, den Rundfunkbeitrag zu bezahlen, wurde ihr Konto gepfändet. Ein weiterer GEZ-Fall sorgt ebenfalls für Aufsehen.

BerlinDie stellvertretende Vorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Beatrix von Storch, führt schon länger einen Privatkrieg gegen die Finanzierung der TV-Anstalten und boykottiert die GEZ, also den Rundfunkbeitrag. Nun kommt es sie teuer zu stehen, dass sie sich beharrlich weigerte, den Beitrag zu bezahlen.

Wie von Storch selbst bei Twitter mitteilte, wurde ihr Konto gepfändet. „Nun ist es passiert. Die GEZ hat zugeschlagen- und mein Konto gepfändet. Am 1. April, wie ich gerade erfahre....“, postete sie am Montag. Offenbar hat sie den Kommentar aber wieder gelöscht.

Der Berliner AfD-Sprecher Ronald Gläser bestätigte jedoch am Dienstag die Pfändung. Von Storch sei schon immer sehr kritisch gegenüber den Rundfunkbeiträgen gewesen. Seit der Reform 2013 sei sie Totalverweigerin, habe aber auch mal gezahlt. So seien rund 240 Euro aufgelaufen, die nun gepfändet worden seien, sagte Gläser.

Von Storch ist auch Vorsitzende des Berliner AfD-Landesverbands, der sich am Sonntag in seinem Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl im September dafür ausgesprochen hat, den Rundfunkbeitrag abzuschaffen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf die gesetzliche Grundversorgung zu beschränken.

Der Anti-GEZ-Beschluss ist insofern verwunderlich, da das Bundesverwaltungsgericht er kürzlich entschieden hat, dass der Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß ist. Von Storch stört das nicht weiter. Nachdem bekannt wurde, dass eine Frau aus Thüringen lieber ins Gefängnis ging als die Rundfunkgebühr für die Programme von ARD, ZDF und Deutschlandfunk zu bezahlen, erklärte von Storch auf Twitter: „GEZ-Gefangene befreien: nächstes Mal #AfD wählen. #Rundfunkbeitrag“.

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