Korruptionsermittlungen: Ex-Wulff-Sprecher Glaeseker nicht dringend tatverdächtig

Korruptionsermittlungen
Ex-Wulff-Sprecher Glaeseker nicht dringend tatverdächtig

Bei der Durchsuchung des Hauses von Olaf Glaeseker stellte die Staatsanwaltschaft Dokumente sicher. Gegen den Ex-Sprecher des Bundespräsidenten wird wegen Korruption ermittelt - bisher aber ohne dringenden Tatverdacht.
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HannoverNach der Durchsuchung des Hauses von Olaf Glaeseker ergibt sich laut Einschätzung der Staatsanwaltschaft Hannover vorerst kein dringender Tatverdacht gegen den früheren Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff. „Was wir derzeit haben, ist ein Anfangsverdacht“, hieß es am Freitag aus der Ermittlungsbehörde.

Glaeseker sei bei der Sicherstellung von Dokumenten und Computerdaten am Donnerstag in Wunstorf bei Hannover dabeigewesen. Daher gebe es auch keine Notwendigkeit, etwa einen Haftbefehl zu beantragen.

Zunächst war unklar gewesen, wo sich Glaeseker während des überraschenden Zugriffs und in den Tagen zuvor aufgehalten hatte. Er muss sich gegen den Vorwurf der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem Wirtschaftstreffen „Nord-Süd-Dialog“ in Hannover wehren, das zu Wulffs Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident stattfand.

Glaesekers Anwalt Guido Frings stellte inzwischen Antrag auf Akteneinsicht. Die Verteidigung werde „den Vorwürfen im Detail entgegentreten und diese entkräften“, heißt es in einer Erklärung der Berliner Kanzlei Freyschmidt Frings Pananis Venn. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, umgehend Einblick zu gewähren.

Wulff hatte seinen langjährigen Vertrauten Glaeseker kurz vor Weihnachten ohne Nennung näherer Gründe als Sprecher des Bundespräsidialamtes entlassen. Schon vor dem Beginn der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Glaeseker hatte es Spekulationen gegeben, dass der frühere Journalist wegen Gratisurlauben bei dem Eventmanager Manfred Schmidt unter Druck geraten war.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat Glaeseker Schmidt bei der Organisation des Nord-Süd-Dialogs „gefällig gefördert“. Im Gegenzug soll er mehrere kostenlose Urlaube in Feriendomizilen des Veranstalters verbracht haben. Glaeseker selbst war für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen zunächst nicht zu erreichen.

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Untersuchungsausschuss voraussichtlich nicht nötig

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  • 44 Studierende hätten deshalb bei der Veranstaltung am 11. Dezember 2009 im Flughafen Hannover geholfen, unter anderem an der Garderobe. Nach Angaben der Zeitung soll die Hochschule der Staatskanzlei die Kosten von 5245 Euro vergeblich in Rechnung gestellt haben…. – Zitat
    Seit wann darf eine Hochschule ihre Studenten als „Leihgehilfen“ Institutionen zu Dienstaufgaben „ausleihen“?...und dann dafür auch noch kassieren wollen? Da sollte man diese Hochschule aber schnellstens „durchleuchten“. In welcher Studienordnung steht denn so etwas?

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