Kosten von 238 Mill. Euro veranschlagt
Hanauer Atomfabrik wird abgerissen

Einem Zeitungsbericht zufolge plant die Bundesregierung, die Atomfabrik in Hanau demontierten zu lassen. Der Export der Anlage nach China war im Mai gescheitert.

HB BERLIN. In einem internen Bericht rechnet die Bundesregierung mit Gesamtkosten für den Abbau von 238 Mill. Euro, schreibt die "Bild"-Zeitung. Davon übernehme der Bund rund 73 Mill. Euro. Alle vorhandenen Kernbrennstoffe sollen in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague gebracht werden. Die radioaktiven Abfälle, darunter 1600 Kilogramm Plutonium, würden vom Energiekonzern RWE entsorgt.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte China den Verkauf der Siemens-Anlage im Dezember bei einem Besuch in Peking in Aussicht gestellt. Dagegen erhoben jedoch vor allem die Grünen Einspruch. Im Mai zeichnete sich ein Rückzug der Regierung von dem Angebot ab. Umstritten war, dass die Chinesen mit dem Export Fachwissen über die Nukleartechnologie errhalten hätten und die Anlage militärisch nutzbar wäre. Bei der Produktion bestimmter Brennelemente fällt Plutonium an, das für den Bau von Atomwaffen genutzt werden kann. China besitzt Atomwaffen.

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