Kostenanstieg reißt angeblich große Lücke
Neues Milliardenloch bei Krankenversicherungen

HB BERLIN. Der gesetzlichen Krankenversicherung droht angeblich ein neues Milliardenloch. Als Grund nannte das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» den «dramatischen» Anstieg der Arzneimittelkosten in diesem Jahr.

So hätten die mitgliederstarken Ortskrankenkassen im ersten Quartal etwa 20 Prozent mehr für Medikamente ausgeben müssen als im selben Vorjahreszeitraum. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, führte dies 2005 zu einer Mehrbelastung der Kassen von etwa vier Milliarden Euro, schreibt das Magazin.

Der Kostenanstieg könnte möglicherweise auch die von der Bundesregierung angemahnte Senkung der Kassenbeiträge verhindern. Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte mehrfach angekündigt, dass in diesem Jahr die Beiträge zur Krankenkasse weiter sinken würden. Bei ihrer Planung war sie aber davon ausgegangen, dass die Ausgaben stabil bleiben würden.

Eine Sprecherin von Schmidt wies den Bericht zurück. Sie sprach laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa von «Mondscheinzahlen». Es gebe noch keine Quartalszahlen. Sie würden erst Ende April vorliegen. Sie wies zudem darauf hin, dass die Vergleichszahlen aus dem ersten Quartal 2004 außerordentlich niedrig gewesen seien, weil die Versicherten 2003 vor Inkrafttreten der Gesundheitsreform Arzneimittel angesammelt hätten. Die Entwicklung im Januar und Februar dieses Jahres sei moderat verlaufen.

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