Kostenkalkulation
Windkraft ist deutlich billiger als Solarenergie

Die Energiewende ist vor allem auch eine Frage der Kosten. Eine davon lautet: Was ist günstiger - Windkraft oder Solarenergie? Nach Berechnungen des Handelsblatts ist die Antwort eindeutig.
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Die Energiewende wird mit Windkraft- deutlich billiger als mit Solaranlagen. Das ergeben Berechnungen des Handelsblatts.

Wenn die Bundesregierung möglichst schnell und kostenbewusst Atomenergie durch Windkraft ersetzen will, müsste sie die Gesamtleistung der Windkraftanlagen auf etwa 55.000 Megawatt erhöhen. Diese Anlagen im Wind und im Meer könnten rund 120 Terrawattstunden Strom produzieren. Eine Photovoltaik-Anlage mit einer ähnlichen Nennleistung würde nur rund 50 Terrawattstunden Strom liefern. Außerdem sind die Investitionen in neue Solaranlagen deutlich teurer als die in Windräder: Rund 60 Milliarden für den Solarausbau stehen rund 30 Milliarden Euro für den Windausbau entgegen.

"Bei der Windenergie stehen Investitionen und Stromertrag in einem wesentlich günstigeren Verhältnis als bei der Energieerzeugung aus der Solarenergie" fasst Wolfgang Hummel, Energieexperte der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin, das Ergebnis zusammen. Deshalb gibt die Solarbranche jetzt mächtig Gas, um sich in der Öffentlichkeit ins rechte Licht zu rücken. In den nächsten Monaten gibt sie nach Handelsblatt-Informationen einen sechsstelligen Betrag für die PR-Kampagne "Unsere Zukunft braucht mehr Sonne" aus.

Kommentare zu " Kostenkalkulation: Windkraft ist deutlich billiger als Solarenergie"

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  • Milchmädchenrechnung, weil man Äpfel mit Birnen vergleicht: Photovoltaik kann jeder nutzen, Windenergie bleibt weitgehend das Geschäft der Konzerne. Die Erzeugungspreise haben mit den Strompreisen auch nur bedingt zu tun. Und Eigenverbrauch ist bislang auch typisch für Solaranlagenbesitzer, was die auch immer interessanter finden. Sie Branchenmeldung hier:
    http://independence.wirsol.de/wissen/eigenverbrauch-strompreis/2090

  • Hier wird immer nur über die Kosten des privaten Verbrauchs gestritten , ob 10 - 20 oder 50 € mehr für die Monatliche Stromrechnung angemessen ist. Über die Industrie wird sich keine Gedanken gemacht ,dabei sind wir alle direkt oder Indirekt von Wirtschaft und Industrie abhängig .
    Nun ich darf ihnen sagen gerade die Energieintensiven Industriebereiche werden sich das nicht mehr langen mit anschauen ,auch wenn sie es immer bestreiten oder nicht wahrhaben wollen - sie werden große teile der Produktion auslagern .
    Arbeitsplätze werden Exportiert !!! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche !!!

  • Ob die PV-Anlagen 11 oder 13 GW liefern, ist doch völlig wurscht. Was liefern sie nachts, was liefern sie im Winter?

    Die Vergütung für Windstrom beträgt 9.2 Ct/kWh für 16 Jahre, wenn die Leistung der Anlage bei 100% des Referenzwertes liegt. Angeblich liegt sie meistens noch darunter.

    Was hat der Ausfall eines einzelnen Windrades mit der Frage einer allgmeinen Flaute zu tun?

    Was die Speicherkosten angeht, warten wir mal ab. Vielleicht sprechen wir uns nochmal in ein paar Jahren.

    Zitat: "Eine Vollversorgung aus erneuerbaren Energien wird es erst in 40 Jahren geben": Da ist Trittin aber anspruchsvoller. Nachdem Röttgen vorgelegt hat (alles regenerativ bis 2050), hat er nachgeschoben und gesagt: bis 2030 100% regenerativ.

    Im übrigen weiss auch ein Dinosaurier, dass die fossilen Energien eines Tages verbraucht sind, nachdem sie zuvor vermutlich unsäglich teuer geworden sind. Und dass deshalb auf die EE umgestellt werden muss. Das muss man aber nicht so schnell zu machen, dass man den Industriestandort D an die Wand fährt.

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