Krankenkassen
AOK-Chef rechtfertigt Beitragserhöhungen

Die Beitragserhöhungen mehrerer gesetzlicher Krankenkassen sind Notmaßnahmen – so sieht es zumindest AOK-Chef Hans-Jürgen Ahrens. Sie seien notwendig, um wegbrechende Einnahmen wettzumachen. Mittelfristig schwebt ihm eine andere Lösung vor.

HB BERLIN. „Verschulden ist verboten, also müssen sie leider in den saueren Apfel beißen“, sagte Ahrens am Dienstag. Im kommenden halben Jahr sei eine grundlegende Finanzreform nötig, um die Beitragssätze mittelfristig stabil zu halten.

Nach einer Erhebung des Branchendienstes dfg (Dienst für Gesellschaftspolitik) müssen sich knapp vier Millionen Mitglieder von 13 gesetzlichen Kassen ab Januar auf höhere Beiträge einstellen. Der Löwenanteil davon entfalle auf die 3,6 Millionen Mitglieder der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) Hessen, Rheinland, Saarland und Schleswig-Holstein, die Beitragserhöhungen angekündigt haben.

„Das Problem ist, dass die Einnahmen wegbrechen und die Ausgaben immer stärker werden - insbesondere im Arzneimittelbereich“, sagte Ahrens. Wo dies anders nicht auszugleichen sei, müssten die Beiträge erhöht werden. Zugleich wies er darauf hin, dass 13 der 17 AOKs ihre Beitragssätze stabil hielten. „Was wir dringend brauchen im ersten Halbjahr des kommenden Jahres ist eine Finanzreform, das heißt, die finanziellen Grundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung müssen völlig neu geordnet werden.“

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