Krankenkassen wollen Einführung der Patientenkarte verschieben
Kassen befürchten Chaos bei Gesundheitskarte

Die Krankenkassen halten den angestrebten Termin für die Einführung einer elektronischen Patientenkarte für unrealistisch. Eine Verschiebung sei notwendig, so die DAK.

HB BERLIN. Die elektronische Patientenkarte kann nach Ansicht des Vorstands der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), Herbert Rebscher, frühestens Mitte 2007 und nicht schon wie geplant zum 1. Januar 2006 eingeführt werden. Wegen der Größe des Projekts müsse der Termin hinausgeschoben werden, ansonsten drohe ein Datenchaos, sagte Rebscher der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung».

Das mit der Planung beauftragte Unternehmen IBM bezeichne die Umstellung auf die elektronische Abwicklung der Gesundheitsversorgung als das größte EDV-Projekt weltweit. Die Karte für die insgesamt 72 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen soll ein Foto enthalten und die elektronische Übermittlung ärztlicher Verordnungen, die Ausstellung von Rezepten und sonstiger medizinischer Leistungen erlauben.

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