Krankenversicherung
FDP rechnet mit neuen Lasten

Wer gesetzlich versichert ist, muss demnächst wohl höhere Zusatzbeiträge leisten. Von Kasse zu Kassen könnten die aber unterschiedlich ausfallen, meint Staatssekretär Daniel Bahr.
  • 1

HB KÖLN. Die Bundesregierung rechnet ab 2012 mit spürbaren Mehrbelastungen für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach 2011 werde es zu kassenindividuellen Erhöhungen der Zusatzbeiträge kommen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Daniel Bahr (FDP), dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochausgabe) vor der Verabschiedung der Gesundheitsreform durch das Bundeskabinett an diesem Mittwoch. Dass die Kassen dann unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge verlangten, sei "ganz im Sinne des Wettbewerbs".

Der FDP-Politiker wies Kritik von Opposition und Krankenkassen an der Reform zurück. Die Koalition verteile keineswegs Wohltaten an die private Krankenversicherung (PKV). Man wolle lediglich das Zwei-Säulen-Modell aus GKV und PKV erhalten, da beide Systeme Vorteile böten. Daher habe man den Wechsel von der GKV zur PKV für Gutverdiener erleichtert. Dies biete den Menschen mehr Wahlfreiheit und werde der GKV Einbußen von nicht mehr als 200 Millionen Euro bescheren.

Den Vorwurf der SPD, die Koalition habe Passagen der Reform zur Kosten-Nutzen-Bewertung neuer Medikamente beim Pharmaverband VfA abgeschrieben, bezeichnete Bahr als "lächerlich". "Wir sind diejenigen, die eine Nutzenbewertung für alle neuen Präparate und Preisverhandlungen mit den Kassen überhaupt erst einführen. Rot-Grün und die große Koalition haben das nicht zustande gebracht."

Kommentare zu " Krankenversicherung: FDP rechnet mit neuen Lasten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Tja Herr bahr hat leicht reden. Als Staatssekretär verfügt er über 23.000 EUR im Monat. Nicht schlecht für einen jungen Menschen mit 34 Jahren, der außer in der berufsausbildung kaum in unser Sozialsystem eingezahlt hat, aber dafür sein Studium in einer steuerfinanzierten Universität absolviert hat (wahrscheinlich noch gänzlich ohne Studiengebühren).

    im übrigen hat der bund der Steuerzahler ausgerechnet, dass die Stelle eines Staatssekretär inklusive Dienstwagen, Angestellte, etc. den Steuerzahler pro Jahr etwa 500.000,00 EUR kostet. Da kann die FDP leicht Kürzungen bei den Ärmsten der Armen fordern, wenn sie ihren Mitgliedern solche Posten zuschiebt (siehe Herr Niebel im Entwicklungshilferesort).

    Es leben unsere bananenrepublik und die FDP Wähler!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%