Krankenversicherung
Hohes Einkommen – höhere Beiträge

Gutverdiener müssen künftig möglicherweise wesentlich mehr für die Krankenversicherung zahlen als bisher.

HB BERLIN. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch) berichtet, sieht ein ihr vorliegendes vertrauliches Konzept des Bundesgesundheitsministeriums vor, die Einkommensgrenzen für die Versicherung deutlich anzuheben. Die Privatversicherungen werden dem Konzept zufolge in den Gesundheitsfonds einbezogen. Dies ist zwischen Union und SPD umstritten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte das umstrittene Fondsmodell. „Der Fonds wird zu mehr Transparenz führen“, sagte sie am Dienstag beim Kongress des Industrieverbandes BDI in Berlin. Er werde nicht mehr Bürokratie bringen, sondern eher zum Abbau von Verwaltung bei den Kassen beitragen. Die Wirtschaft steht dem Fondsgedanken skeptisch gegenüber. Die Fraktionen von SPD und Union wollen die Eckpunkte der Gesundheitsreform am 4. Juli verabschieden.

Das Konzept von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ist laut „Süddeutscher Zeitung“ Grundlage für die Gespräche, die die Experten an diesem Mittwoch weiterführen wollen. Nach dem Bericht soll die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung für die Arbeitnehmer von monatlich 3562,50 Euro auf das Niveau der Rentenversicherung steigen. Diese Grenze liegt bei 5250 Euro im Monat in den alten Ländern und bei 4400 Euro in den neuen Ländern. Besserverdiener müssten dann künftig im Westen bis zu 127 Euro mehr im Monat zahlen, im Osten bis zu 63 Euro.

Außerdem wolle Schmidt die Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitgeber aufheben und einen Lohnsummenbeitrag einführen. Dadurch müssten die Firmen einen Prozentanteil auf alle Löhne zahlen. Privatversicherte sollen in den Fonds einzahlen, aber es sollen für sie Sonderregeln gelten.

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