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Krankenversicherung: Trotz Finanzpuffer bleibt Kassenbeitrag hoch

Die gesetzliche Krankenversicherung hat derzeit mehr Geld als sie benötigt, doch Gesundheitsminister Daniel Bahr lehnt eine Senkung der Beiträge ab. In der Pflegeversicherung kündigte er gar eine Anhebung an.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) im Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Quelle: dapd
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) im Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Quelle: dapd

BerlinTrotz der Milliardenüberschüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr keinen Spielraum für Beitragssenkungen. Als Minister werde er sich dafür einsetzen, dass bei den Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen Stabilität herrsche, sagte Bahr am Dienstag bei der Vertreterversammlung des GKV-Spitzenverbandes in Berlin. „Ich will nicht eine Planung haben, die auf Kante genäht ist“, fügte der FDP-Politiker hinzu.

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Infografik Wie die Gesundheitskosten seit Jahrzehnten steigen

Mit verschiedenen Reformen haben die Gesundheitsminister der vergangenen Jahrzehnten versucht, die Ausgaben zu senken. Gelungen ist ihnen das nicht - wie diese Grafik zeigt.

Es könne immer wieder eine schwierige Situation auftreten. Daher sei es besser, einen Puffer zu haben, der in einer Krisenphase allen Akteuren im Gesundheitswesen Stabilität gebe. Ein Puffer von momentan zwei Prozent der Gesamtausgaben von 180 Milliarden Euro sei zudem nicht viel. Gedankenspiele, wie dieser Überschuss verteilt werden könne, seien nicht angebracht.

Die Chefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, sagte, es gebe „keinen Anlass, über zusätzliche Ausgaben der Krankenkassen zugunsten von Ärzten, Arzneimittelherstellern, Krankenhäusern oder anderen Leistungserbringern nachzudenken“. Trotz finanzieller Konsolidierung schwimme die GKV keinesfalls im Geld. Niemand wisse, wie sich die Konjunktur im nächsten Jahr entwickeln werde. „Wer jetzt schon Begehrlichkeiten zulässt, verkennt die Situation“, sage Pfeiffer.

  • 21.12.2011, 15:26 UhrLB_Brandt@web.de

    Wie will man Beiträge senken, wenn bei 70 Mio Versicherten nur 7 Mrd zur Verfügung stehen - 100 € pro Versicherten. Welche gedankenlosen Wichtigtuer und inhaltslose Besserwisser sind hier wieder dabei mich zu verdummen.

  • 28.12.2011, 13:07 UhrSteuerKlasseEins

    Die Kosten steigen, weil wir einen Versicherungs-Zwang haben!
    Das gleiche ist bei bei allen anderen Zwangs-Versicherungen, wie z.B. der Kfz-Haftpflicht passiert: Jeder Autowerkstatt weiss, wenn "die Versicherung zahlt" dann können die Sektkorken knallen, dann darf man Geld verschwenden noch und noch, "die Versicherung zahlt alles". Im Fall von Autos heisst das: Bei einer kleinen Delle an der Stossstange tauschen wir das ganze Teil aus inklusive Stossfänger und vielleicht auch noch die Ganze Vorderachse samt Felgen, Reifen, Lampen und und und.. und natürlich alles teuerste neue Originalteile, denn "die Versicherung zahlt alles".
    Das gleiche läuft mit unserem Gesundheitswesen ab. Weil "die Krankenkasse alles zahlt" geht man wegen jeder Kleinigkeit (Husten, Bauchweh, Erkältung usw.) zum Arzt und verursacht mit diesen Besuchen und den verschriebenen Medikamenten unheimliche Kosten (hunderte von Euros), die man selber aus eigener Tasche niemals nicht bezahlen würde. Selber spart man jeden Euro und wechselt wegen 10 Euro mehr oder weniger den DSL Anbieter, aber bei der Gesundheit da sitzen die hunderter und tausender locker, denn die "Krankenkasse zahlt alles". Und dann wundert man sich, daß die Kosten explodieren!
    Die Lösung ist ganz einfach: Schluss mit dem Versicherungszwang! Sobald die Leute selber bezahlen müssen, gehen die Kosten ganz schnell zurück, und auch die überzogenen Preise für Gesundheitsdienstleistungen werden zurückgehen.
    Daß der "soziale" Teil der "sozialen Marktwirtschaft" nicht funktioniert, haben wir jetzt zur Genüge gesehen. Es ist an der Zeit den "marktwirtschaftlichen" Teil wieder zu aktivieren.

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