Kreditaufnahme Bund macht weniger Schulden als erwartet

Mit 22,1 Milliarden Euro hat die Bundesrepublik im vergangenen Jahr drei Milliarden Euro weniger Kredite aufgenommen als veranschlagt. Der Staatshaushalt verbuchte hingegen ein Minus.
Update: 15.01.2014 - 11:47 Uhr 6 Kommentare
Wolfgang Schäuble kann zufrieden sein: Der Bundesfinanzminister hat sein eigenes Ziel unterboten. Quelle: ap

Wolfgang Schäuble kann zufrieden sein: Der Bundesfinanzminister hat sein eigenes Ziel unterboten.

(Foto: ap)

BerlinDer Bund hat im vergangenen Jahr weniger Schulden gemacht als geplant. Die Nettokreditaufnahme lag bei 22,1 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium am Mittwoch zum Haushaltsabschluss 2013 mitteilte. Ursprünglich hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) neue Kredite von 25,1 Milliarden Euro veranschlagt. Die Ausgaben lagen etwas geringer als erwartet bei 307,8 Milliarden Euro, die Einnahmen summierten sich auf 285,7 Milliarden Euro. Deutschland steuerte für den Euro-Rettungsfonds ESM 8,7 Milliarden Euro bei und stellte aus dem Bundeshaushalt acht Milliarden Euro für die Aufbauhilfe nach der Flut in Ost- und Süddeutschland bereit.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) profitierte vor allem von den sprudelnden Steuereinnahmen infolge der stabilen Konjunktur und guten Beschäftigungslage. Trotz zusätzlicher Belastungen lag die Neuverschuldung dadurch unter der des Vorjahres. 2013 musste Schäuble für den Bund-Länder-Fonds zur Finanzierung der Hochwasserhilfe die Neuverschuldung um acht Milliarden Euro anheben. Zudem flossen weitere Milliarden zur Kapitalisierung des Euro-Rettungsfonds ESM.

Mit den Daten hielt der Bund nach Angaben des Ministeriums die Vorgaben der Schuldenbremse mit deutlichem Abstand ein. „Die Nettokreditaufnahme lag außerdem erneut schon jetzt unter der erst ab 2016 für den Bund geltenden dauerhaften Obergrenze von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.”

Der gesamte Staatshaushalt – also von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung zusammen – verbuchte 2013 ein Minus von 0,1 Prozent der Wirtschaftskraft.

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6 Kommentare zu "Kreditaufnahme: Bund macht weniger Schulden als erwartet"

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  • @ HofmannM,
    hinzu kommt, dass die Zinsen bei nahe Null liegen. Wenn diese steigen...!
    Selbst Minirückstellungen für Pensionen werden weiterhin veruntreut, aber aus dem Steuerhaushalt werden Pensionen bezahlt und zwar wie sie mit der höchsten Beittagszahlung nicht möglich wären.
    Betrüger sitzen längst nicht alle hinter "schwedische Gardinen".

  • Wolfgang Schäuble kann zufrieden sein: Der Bundesfinanzminister hat sein eigenes Ziel unterboten.?? (Zitat)
    Da macht jemand weiter Schulden und kann zufrieden sein , weil er sein eigenes Ziel unterboten hat. So kann man sich prächtig selbst loben - man macht eben weniger Schulden als eigentlich angenommen. Sollte mal jeder machen können. Diese Philosophie ist doch geradezu eine Verdummung 1. Grades - objektiv gesehen?

  • So ein Quatsch! Real ist, dass die Schulden wieder mal massiv gestiegen sind, trotz höchster Steuereinnahmen. Was für eine Qualität haben eigentlich die Journalisten der Staatspresse?

  • Da muss man aber lachen!
    Deutschland ist bis über beide Ohren verschuldet und es gelingt ihnen nicht die Verschuldung abzubauen.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mit einer Zwangsenteignung der Sparen zu rechnen ist!

  • Zitat : Der Bund hat im vergangenen Jahr weniger Schulden gemacht als geplant.

    - Hätte der Bund NOCH MEHR Schulden geplant, dann hätte dieser Bund NOCH MEHR weniger Schulden gemacht !

    Was für ein Hohn !

    Das "Sparschweinchen im Wägelchen" sollte man aus dem Wägelchen kippen !

  • Es muss heißen...der Bund kommt OHNE das Schuldenmachen nicht mehr aus!
    Alles andere ist reine Merkel-Schäuble Propaganda!!! Die Bürger Deutschland werden von der Regierung weiter verarscht und belogen!
    Trickser und Täuscher sitzen im Bundestag!

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