Kreise

Spanien ab November mit ESM-Hilfen

Die Spekulationen, ob und wann Spanien Hilfen des ESM in Anspruch nimmt, reißen nicht ab. Am Rande des IWF-Treffens in Tokio werden ranghohe Vertreter der Euro-Zone nun mit dem Startdatum November zitiert.
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Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Gespräch mit Jean-Claude Juncker. Quelle: Reuters

Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Gespräch mit Jean-Claude Juncker.

(Foto: Reuters)

TokioDie Euro-Zone rechnet nach den Worten ranghoher Vertreter im November mit einem Antrag des hoch verschuldeten Spanien auf Hilfen durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). "Ich bin sicher, dass es dann passieren wird - im November", sagte ein mit der Sache vertrauter Vertreter der Euro-Zone am Samstag in Tokio. Auch ein ebenfalls auf Anonymität bestehender Kollege nannte den kommenden Monat als Termin für den seit langem erwarteten Antrag Spaniens. Dieser solle dann im Paket mit einem revidierten Programm für Griechenland und Hilfen für die Mittelmeerinsel Zypern behandelt werden.

Mit der Paketlösung, so einer der Offiziellen, wolle die Euro-Zone Rücksicht auf Deutschland und andere Länder nehmen, die lange und schmerzhafte Parlamentsdebatten vermeiden wollten. Bundestagsabgeordnete ließen sich nur dann zum Ja zu Hilfen bewegen "wenn es um Leben und Tod geht". Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble seien zudem der Ansicht, im Bundestag in dieser Frage "nur noch einen Schuss" zu haben.

Die Zeit drängt den Angaben zufolge auch deshalb, weil das spanische Schuldenmanagement nur bis zum Jahresende durchfinanziert ist. Ab Januar müsse das Land mit höheren Zinsen auf seine Anleihen rechnen, weil das südeuropäische Land seine Defizitziele verfehlt haben dürfte, die Regierung den notleidenden Regionen unter die Arme greifen müsse und die Steuereinnahmen fielen. Derzeit zahlt Spanien für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit 5,8 bis sechs Prozent Zinsen.

  • rtr
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23 Kommentare zu "Kreise: Spanien ab November mit ESM-Hilfen"

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  • Nur so kann es laufen!!!

  • im nächsten Jahr ist BUndestagswahl, dann haben die Wähler das Mandat!!!die aktuelle Regierung hat uns (mit der Griechenland-Politik (jetzt doch weitere Unterstützung!!)) maßlos belogen; die Opposition will in die Schuldenunion einsteigen;wie blöd sind wir Deutsche eigentlich?? Rente mit 67, in Frankreich wurde das Renteneintrittsalter von 62 auf 60!! gesenkt; Steuer-und Rentenbetrug in Griechenland und wir Idioten zahlen!!; jeder von muss seine Schulden auf Heller und Pfennig zurückzahlen, den südeuropäischen Ländern werden sie erlassen!!!Deutschland aufwachen, wir sind das Volk!! wenn CDU, CSU, FDP oder SPD und Grüne es nicht schaffen, dann versuch ich es bei der nächsten Bundestagswahl mal mit der NPD!!Die wird es hoffentlich richten!!

  • Politik und Religion

    Damit die "hohe Politik" etwas "regeln" will, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt, darf sie nicht zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus unterscheiden können.

    Dass diese Grundvoraussetzung des Denkens, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft, für Herrscher und Beherrschte gleichermaßen unvorstellbar bleibt, ist seit dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten" der einzige Zweck der Religion.

    http://www.swupload.com/data/Das-Juengste-Gericht.pdf

  • www.wa2013.de

    Dies ist eine Alternative für alle die diesen Politparasiten nicht weiter tatenlos zusehen wollen.

  • Nach ESM Vertrag müssen die anderen Länder bei Zahlungsunfähigkeit einspringen.
    Zur Erinnerung: Spanien 83,3 Mrd, Griechenland 19,7 Mrd, Zypern 1,4 Mrd Anteil. Nachdem D die Hauptlast in Höhe von 27% zahlt, müßten wir zusätzliche 28,2 Mrd zahlen zu unseren 190 Mrd.
    Ich wiederhole: sollte das zutreffen und am Parlament vorbei laufen, haben wir den ersten Fall und Beweis, daß wir uns bereits erfolgreich abgeschafft haben! Wir sind damit faktisch zu Zahl- und Zinssklaven der EU degradiert.
    Steinbrück hat auch schon groß verkündet, was auf uns zukommt: höhere Einkommensteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, etc. Jedes Land hat eben die Politiker, die es verdient.

  • "Es geht immer weiter mit Krediten und Geldtransfer."
    Das ist nur logisch.
    Ansonsten müsste man sich auch von Exportüberschüssen verabschieden - denn wenn einer mehr kauft als daß er liefert, muß er die Differenz zwangsläufig "auf Pump" finanzieren.

    Der "Exportweltmeister" wird dadurch beinahe zwangsläufig zum "Geldverleihweltmeister".

    Durch die gemeinsamme Währung und das Fernbleiben der privaten Geldgeber sieht man in Europa nun eben nicht nur die Spitze des Eisbergs, wie seinerzeit die Markteingriffe der Bundesbank.

    Das ganze Wirtschaftssystem incl. gesellschaftlicher Ordnung hängt von der Kreditfinanzierung ab.

    Und darum wird es auch so weitergehen.

    Die "Krise" wird zum "new normal". (oder ist es bereits)

  • Uns werden wesentliche Informationen vorenthalten! Es ist kein Wort darüber zu lesen wer und in welcher Höhe die Anteile der Pleiteländer am ESM übernimmt. Kann es sein, daß der deutsche Steuerzahler in einem noch gekannten Ausmaß betrogen wird?

  • Was soll denn der Text in der Überschrift "Kreise"? Soll wohl eher Kriee lauten??

  • Die Foristen hier haben im großen und ganzen
    vollkommen Recht.
    Aber selbst wennn wir vernünftige Regelungen in Europa
    schaffen würden, bliebe der Dollar.
    In den USA gibt es Niemand, der Angesicht einer
    unvorstellbaren Rüstung auf den Boden der Tatsachen
    zurück kommt. Die Wallstreet lebt in einem Größenwahn
    der nicht mit Vernunft geheilt werden kann.
    Für Deutschland wäre es am besten aus der Nato
    auszutreten und an der Seite der Schweiz und Schwedens
    neutral zu werden. Es gibt eine Zeit nach dem Zinsgeld
    und da sollten wir unsere Infrastruktur und unsere
    Umwelt erhalten.

  • Natürlich winken unsere geliebten Volksvertreter die neuen Haftungen für den deutschen Bürger durch, da braucht man keine Zweifel haben. Ist ja schließlich Alternativlos.

    Die Halbwertzeit von den sogenannten Hilfspakten wird jedenfalls immer kürzer, sicherlich gibt es spätestens im Frühjahr die nächsten Milliarden durchzuwinken.

    Nach der BTW 2013 werden wir es ausbaden können, mit massiven Steuer und Abgabenerhöhungen, dafür wird die Politikerkaste zu des Großkapitals Gnaden schon sorgen.

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